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Zeichnen.
Der Zeichenunterricht iſt von Oſtern 1025 ab für alle Klaſſen obligatoriſch. II, bis I erhalten lehrplanmäßig wöchentlich 1 Stunde, die übrigen Klaſſen je 2 Stunden Unterricht.
Gezeichnet wurden in VI: Ebene Gebilde nach Anſchauung und aus dem Gedächtnis, ſowie bildmäßige Darſtellungen nach Märchen, Gedichten und aus dem Leben.
V.: Fortſetzung des Stoffes der VI, außerdem farbiges Aufteilen von Flächen und Ent⸗ wickelung und Uebung einer dekorativen Schrift.
IV.: Erweiterung des vorgeſchriebenen Stoffes, genaue und farbige Darſtellung von ebenen Gebilden, Pinſelzeichnungen nach einfachen Naturblättern, Blumen und Früchten.
III, und III,: Perſpektiviſches Zeichnen und plaſtiſche Darſtellung von einfachen und ſchwierigeren Gegenſtänden, Motiven im Schulgebäude und im Freien, außerdem bildmäßige Uebungen mit Anwendung von dekorativer Schrift.
II, bis L: Malen mit Aquarellfarben und Zeichnen nach Früchten, Stilleben und Motiven im Freien, ſowie figürliches Darſtellen von Tieren und Perſonen nach dem Leben.
Turnen.
Geturnt wurde in 2 Stunden, geſpielt in ebenfalls 2 Stunden wöchentlich. Größere Veranſtaltungen waren das Reichsjugendturnen, das Turnfeſt höherer Schulen an der Lahn in Limburg, das Schul⸗ und Stiftungsfeſt des Turn⸗ und Spielvereins auf Webersberg. Die dringend notwendige Ausbeſſerung von Turnhalle und Spielplatz ging, wenn auch langſam infolge der ſchlechten Finanzlage des Staates, vorwärts; es bleibt noch manches zu tun übrig, um Turnen und Spielen nach den neuzeitlichen Forderungen abhalten zu können.
Es beſtanden folgende Klaſſen: A. im Sommer:
1. Turnklaſſe, beſtehend aus I mit 14 Schülern, unterrichtet von Müller 2„„„ II„ 25„ 5„ Mlüller u. Lauth. 3.„„„ III u. III/„ 38„„„ Georg. 4. 2„„ IV„ 33„ 7„ Müller. 5„„„ V 22„„„ Schmidt. 6. 77„„ VI„7 28„„ 2* Lauth. B. im Winter: 1. Turnklaſſe beſtehend aus l mit 12 Schülern, unterrichtet von Müller. 2.„„„ II„ 23„„„ Müller u. Lauth. 3.„„„ III u. III,„ 38„„„ Georg. 4.„„„ IV„ 33„„„ Müller. 5„„„„ 22„„„ Schmidt. 6„„„„ VI„ 26„„„ Lauth.
Um der neuen Forderung, daß, wenn möglich, 1 Turnſtunde zum Schwimmen be⸗ nutzt werden ſoll, voll gerecht werden zu können, iſt im Bereich des Turnplatzes an der Turnhalle eine Badeeinrichtung geſchaffen worden. In ihr wurden vor allem Nicht⸗ ſchwimmer unterrichtet und zu Freiſchwimmern ausgebildet.
2. Bericht über die Lehrer.
a. Die Veränderungen im Lehrkörper:
Der Studienaſſeſſor Dr. Hans Kummer wurde vom 9. Juni 1925 ab dem Gym⸗ naſium in Montabaur überwieſen.
b. Eine Oberſtudienratsſtelle iſt an der Anſtalt nicht vorhanden.
c. Dem Lehrerausſchuß gehörten im Berichtsjahre an die Studienräte Debes, Dr.
Schmidt und Georg.


