Jahrgang 
1925
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g. Teilnahme am freiwilligen Unterricht.

Klaſſe V Engliſch V Hebräiſch Zeichnen Stenografie 01 4 7 UI 6 Oll 7 1 4 UII OIII 10 UII! 11 IV 3 17 1 iaſtl 24

h. Schulgemeinde.

Die Schulgemeinde hat auch im Schuljahr 1924/25 ein⸗ oder zweimal monatlich ge⸗ tagt. In erſter Linie wurden Fragen des Schullebens und der Schülerſelbſtver⸗ waltung erörtert Beſonders beſchäftigte ſich die Schulgemeinde in mehreren Sitzungen mit dem ſog.Schulmann. Die lebhafte Ausſprache führte zu der Feſtſtellung der Schul⸗ gemeinde,daß die Benutzung des ‚Schulmannes keinen wirklichen Nutzen bringe und auch ſchon aus moraliſchen Gründen zu verwerfen ſei. Die Benutzung guter Kommentare wurde empfohlen, anderſeits aber die Bitte ausgeſprochen, die Aufgaben, zumal in den mitt⸗ leren Klaſſen, nicht zu hoch zu bemeſſen, damit der Schüler ſich nicht gezwungen ſehe, zu Ueberſetzungen zu greifen.

Auch über das Thema:Warum muß zwiſchen Lehrern und Schülern Vertrauen herrſchen? fand eine rege Ausſprache ſtatt. Ferner beſchäftigte ſich die Schulgemeinde mit dem vom Gymnaſium erworbenen Landheim. Es wurde ein Verein gegründet, der den Beſuch des Landheimes, beſonders während der Ferien, regelt und durch einen geringen Beitrag ſeiner Mitglieder für die Unterhaltungskoſten aufkommt.

Ihr Intereſſe wandte die Schulgemeinde auch dem Schillerbund(Weimar) zu. Eine große Anzahl Schüler trat ihm bei. An den diesjährigen Feſtſpielen in Weimar vom 6. 10. Juli werden ſich alle Primaner beteiligen.

Der 175. Geburtstag Goethes vereinigte die Schulgemeinde zu einer einfachen Gedenkfeier.

Die Veranſtaltung des Automobilrennens Frankfurt⸗Weilburg bot die Veranlaſſung zu einer Ausſprache über die Entwicklung des Automobils und ſeine Bedeutung für die deutſche Induſtrie.

I. Schulgeld. Der Schulgeldſatz betrug 10 Mk. im Monat. 12 Schüler hatten eine ganze, 5 Schüler eine halbe Freiſtelle. Schülerhilfsbücherei.

Entſprechend dem Miniſterialerlaß wurden 7,5% des einkommenden Schulgeldes für die Schülerhilfsbücherei verwendet. Sie dient in erſter Linie dazu, den in den einzelnen Unterrichtsfächern gebotenen Stoff zu erweitern und zu vertiefen. Die von einer Lehrer⸗ kommiſſion ausgeſuchten und eingeſtellten Bücher wurden von den Schülern eifrig benutzt.

k. Berufsberatung. Eine beſondere Stelle für Berufsberatung beſteht nicht. Bei dem engen perſönlichen Verhältnis zwiſchen Lehrer und Schüler, das das Leben unſerer kleinen Anſtalt mit ſich bringt, finden die Schüler bei ihren Lehrern in ungezwungener Form Rat und Hilfe.

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