Jahrgang 
1904
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August Schnell, Felix Wolff, Hermann Caspari, Otto Watenphul, Walter Henn und Robert Katzenstein wurden von der mündlichen Prüfung befreit.

Sonnabend, den 19. März wurden die Abiturienten entlassen.

Die patriotischen Gedenktage wurden auch in diesem Schuljahr in herkömmlicher Weise gefeiert.

Am 1. November 1903 starb in Hausen bei Frankfurt a. M. der Expositus Johannes Wilhelm Belz. Derselbe war längere Zeit als katholischer Religionslehrer an der hie- sigen Anstalt tätig und hat seines Amtes stets mit anerkennenswerter Pflichttreue und

sichtlichem Frfolge gewaltet. Das Gymnasium wird dem leider so frühe Verblichenen ein ehrendes Andenken bewahren.

Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler war im ganzen zufriedenstellend.

Personalnotizen über die neu eingetretenen Lehrer.

Franz Stürmer, geboren am 23. Dezember 1865 in Kreuzberg O./S. evangelischer Konfession, besuchte das Realgymnasium und sodann das Gymnasium zu Bromberg, be- stand Ostern 1884 die Reifeprüfung und studierte 1884 bis 1889 auf den Universitäten zu Breslau, Berlin und Greifswald klassische Philologie. Am 2. Februar 1889 bestand er in Breslau die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Das Probejahr leistete er von Ostern 1889 bis 1890 an dem Gymnasium zu Bromberg ab und war dann aus- hilfs- oder vertretungsweise an den Gymnasien zu Bromberg, Schrimm und Meseritz, dem Realgymnasium zu Bromberg, dem Progymnasium zu Tremessen und dem Gym- nasium zu Inowrazlaw beschäftigt. Ostern 1895 erbielt er eine etatsmässige Hiltslehrer- stelle am Gymnasium zu Meseritz und wurde zum I. Oktober 1898 am Gymnasium zu Krotoschin als Oberlehrer angestellt. Am 1. Oktober 1903 wurde er an das Gymnasium zu Weilburg versetzt.

Friedrich Neumann, evangelischer Konfession, wurde am 31. Dezember 1873 zu Mylin, Provinz Posen, geboren. Nach seiner Schulentlassung bereitete er sich für den Lehrerberut vor und bestand im Jahre 1895 die erste, im Jahre 1898 die zweite Prütung. Von 1896 bis 1897 war er an der Schule zu Pangritz-Colonie tätig und übernahm sodann eine Stelle an der Stadtschule zu Elbing. Von 1901 bis 1903 besuchte er die König- liche Kunstschule zu Berlin, bestand nach zweijährigem Studium die Zeichenlehrerprüfung

für höhere Schulen und wurde Herbst 1903 an das Königliche Gymnasium zu Weilburg versetzt.