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VII. Mitteilungen an die Eltern und Schüler.
Samstag, den 26. März wird das Schuljahr geschlossen werden.
Das neue Schuljahr beginnt Montag, den 11. April mit der Aufnahmeprüfung.
Anmeldungen können ebenso wie Abmeldungen nur von den Eltern oder den gesetzlichen Stellvertretern derselben mündlich oder schriftlich bei dem Direktor bewirkt werden. Bei der Anmeldung sind die Zeugnisse der bisherigen Lehrer bezw., wenn der betreffende Schüler bereits einer höheren Lehranstalt angehört hat, ein Abgangszeugnis dieser Anstalt, ferner ein Geburts- oder Taufzeugnis und ein Impfschein, bezw. nach zurückgelegtem 12. Lebensjahre ein Wiederimpfschein vorzulegen.
Für die Aufnahme in die Sexta, welchie gewöhmlich erst nach vollendetem 9. Lebens- jahre erfolgt, werden folgende Vorkenntnisse verlangt:
1. Geläufigkeit im Lesen deutscher und lateinischer Schritt;
2. die Fähigkeit, ein Diktat in deutscher und lateinischer Schrift ohne grobe orthographische Fehler leserlich und sauber niederzuschreiben;
3. Sicherheit in den 4 Grundrechnungsarten in ganzen Zahlen;
4. Bekanntschaft mit den wichtigsten biblischen Geschichten.
Die Wahl der Wohnung bedarf für auswärtige Schüler der vorher einzu- holenden Genehmigung des Direktors.
Meldungen zur Aufnahme in das von dem Nassauischen Pfarrverein gegründete „Paedagogium Paulinum“ sind an Herrn Dekan Deismann in Cubach bei Weilburg zu richten. Die Anstalt kann den Eltern unserer Schüler aufs beste empfohlen werden.
Im Interesse eines erfolgreichen Schul- und Konfirmanden-Unterrichts bitte ich die Eltern unserer evangelischen Schüler dringend, die Kontirmation ihrer Söhne möglichst in die Lehrzeit der Tertia zu verlegen. Nur in diesem Falle ist es möglich, bei Auf— stellung des Stundenplans auf die Konfirmanden die wünschenswerte Rücksicht zu nehmen.
Im Interesse der Förderung des für das Wohl der Schüler in jeder Hinsicht so wichtigen Zusammenwirkens von Schule und Haus sind von den Lehrern der Austalt be- stimmte Stunden angesetzt worden, in welchen sie für die Eltern oder Pfleger der Schüler zu sprechen sind. In dem Flur des Gymnasial Gebäudes ist eine tabellarische Zusam- menstellung dieser Stunden, in den einzelnen Klassenzimmern eine Ubersicht der Sprech- stunden der in der betreffenden Klasse Unterrieht erteilenden Lehrer angeschlagen worden. Ich richte nun an die Eltern bezw. die Stellvertreter derselben die dringende Bitte, von dieser Einrichtung möglichst ausgiebigen Gebrauch zu machen und sich in allen Fällen, in denen sie eines Rats bedürfen, unverzüglich mit dem Dhirektor, dem Ordinarius oder dem betreffenden Fachlehrer in Verbindung zu setzen, cehe es zu spät ist. Unter- bleibt eine rechtzeitige Verständigung, so muss die Schule eine Verantwortung für die Folgen ablehnen.
Der Königliche Gymnasial-Direktor
Dr. Paulus.


