Jahrgang 
1904
Einzelbild herunterladen

9

Ober-Sekunda. Ordinarius: Professor Dr. Weis.

Religion. a. evangel. Erklärung der Apostelgeschichte und entsprechender Ab- schnitte aus den Briefen, bes. Gal. und 1. Kor. Juden- und Heidenchristentum. Kampf und Sieg des Christentums im römischen Reiche. Wiederholung von Katechismus, Sprüchen und Liedern. 2 St. w. S.: Steyer. W: Stürmer.

b. kathol. Kombiniert mit IiI. 2 St. w. Gombert.

Deutsch. Gedichte des Kanons. Nibelungenlied; Gudrun; Walter von der Vogel- weide. Lessings Minna von Barnhelm. Goethes Hermann und Dorothea; Schillers Wallenstein. Aufsätze. Dispositionsübungen. Vorträge der Schüler. 3 St. w. Heidsieck.

Themata der deutschen Aufsätze:

1. Weshalb ist das Jugendalter die Blütezeit der Freundschaft? 2. Das Verhältnis zwischen Sieg- fried und Hagen. 3.Versuche deine Pflicht zu tun, und du weisst gleich, was an dir ist. 4. Weshalb nennen wir den Rhein den schönsten Strom Deutschlands.(Klassenaufsatz.) 5. Gudrun und Penelope, ein Vergleich. 6. Mit welchem Rechte nennt Livius den zweiten punischen Krieg den denkwürdigsten aller Kriege des Altertums?(Klassenaufsatz.) 7. Charakteristik des Apothekers in GoethesHermann und Dorothea. 8. Was treibt Wallenstein zum Verrat?(Klassenarbeit).

Latein. Lektüre: Livius XXI und XXII. Cicero de imp. Cn. Pomp. Vergil: Aen. II- IV, VI m. A. und einige Stellen aus der zweiten Hälfte. Auswendiglernen

einzelner Stellen. 5 St. w.

Grammatik: Stilistische Belehrungen im Anschluss an die schriftlichen Arbeiten und an Ubersetzungen aus Ostermann-Müller. Wiederholung der Syntax. Alle 14 Tage eine schriftliche Ubersetzung in das Lateinische, meist als Klassenarbeit, daneben schriftliche Übersetzungen ins Deutsche als Klassenarbeiten. 2 St. w. Heidsieck.

Griechisch. Lektüre: Hom., Odyssee: Die wichtigsten Stellen aus den noch nicht gelesenen Büchern der ersten Hälfte. XIII XXIII m. A. 2 St. w.

Herodot V und VIm A. Lysias' Reden gegen Eratosthenes und über den Olbaum. Wiederholungen aus der Formen- und Kasuslehre die Syntax der Tempora und Modi. Mündliche Ubersetzungen aus dem Ubungsbuch von Seyffert-Bamberg II. Teil. Alle 14 Tage abwechselnd eine Ubersetzung aus dem Griechischen oder ins Griechische als Klassenarbeit. 4 St. w. Schlitt.

Französisch. Daudet, Lettres de mon moulin. Monod, Allemands et Français. Einige Gedichte. Diktate, kleinere freie Arbeiten und Ubersetzungen. Sprechübungen. Die Unterrichtssprache war vorwiegend das Französische. 3 St. w. Gundlach.

Englisch. Lautlehre. Lektüre aus dem Lesebnch von Viötor und Doerr. Das Wichtigste aus Formenlehre und Syntax. Sprechübungen von Anfang an. 2 St. w. (tundlach.

Hebräisch. Elementarlehre und Formenlehre des starken Verbums; Pronomina und Nominalsuffixe; Formenlehre des schwachen Verbums. Ubungen im Übersetzen und Analysieren im Anschluss an Strack, hebräische Grammatik mit Ubungsbuch. Lektüre: Gen. 1. 2. 3. 2 St. w. S. Steyer. W. Loreth.

Geschichte und Erdkunde. S. Griechische Geschichte. W.: Römische Geschichte bis zum Tode des Kaisers Augustus. Wiederholungen aus der Erdkunde. 3 St. w. Gropius.

2