Jahrgang 
1903
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Kapitänleutnant a. D. Wislicenus als Prämie für einen besonders guten Schüler zu dem bevorstehenden Allerhöchsten Geburtstag überwiesen.

Cassel, 23. Januar 1903. Der Direktor erhält 200 Zählkarten zur Ausfüllung durch die Schüler zwecks Feststellung der Alters-, Heimats- und Unterbringungsverhältnisse der- selben.

Cassel, 21. Februar 1903. Dem Professor Dr. Weis wird von Sr. Majestät dem Kaiser und König der Rang der Räte 4. Klasse verliehen.

Cassel, 15. März 1903. Die mündliche Reifeprüfung wird Mittwoch, den 25. Mts. beginnen.

III. Chronik.

Montag, den 7. April fand die Aufnahmeprüfung, Dienstag, den 8. die feierliche Eröffnung des Schuljahrs statt. Der für das Winterhalbjahr 1901/2 in ein Land franzö- sischer Zunge beurlaubte Oberlehrer Schlitt trat seinen Dienst wieder an.

Von Mittwoch, den 16. bis Dienstag, den 29. April war Oberlehrer Rossbach zu einem naturwissenschaftlichen Ferienkursus in Göttingen beurlaubt und musste wäbrend dieser Zeit in seinen Lehrstunden vertreten werden.

Donnerstag, den 5. Juni unternahmen die einzelnen Klassen unter Leitung ihrer Ordinarien die üblichen Ausflüge.

Dienstag, den 24. Juni nahm der Direktor an einer Konferenz derjenigen Direk- toren des Bezirks Wiesbaden teil, mit deren Anstalten pädagogische Seminare verbunden sind.

Freitag, den 27. Juni feierte die Anstalt bei herrlichstem Wetter in üblicher Weise das Waldfest.

Die vierwöchentlichen Sommerferien nahmen Samstag, den 5. Juli ihren Anfang.

Samstag, den 26. Juli starb nach längerem Leiden der Königliche Kreisbauinspek tor, Herr Baurat Spinn. Derselbe hat sich um die zeitgemässe Erneuerung der beiden Klassenbäuser, um den Bau der Turnhalle und die Anlegung des Spielplatzes der Anstalt bedeutende Verdienste erworben. Das Gymnasium zu Weilburg wird dem Verewigten stets ein treues und dankbares Andenken bewahren.

Dienstag, den 5. August begann der Unterricht wieder. An demselben Tage nahm der Maler an der Königlichen Kunstschule in Berlin, Professor Mohn im Auftrage des Herrn Ministers eine Revision des Zeichenunterrichts vor.

In den Tagen vom 8. bis 20. Juli und vom 5. bis 9. August beteiligte sich Pro- fessor Dr. Gundlach mit Genehmigung Königlichen Provinzial-Schulkollegiums als Do- zent an den Vorträgen und UÜbungen, welche alljährlich hauptsächlich für Ausländer in Marburg veranstaltet werden. Derselbe musste während seiner Abwesenheit im August in seinen Unterrichtsstunden vertreten werden.

Der Sedantag wurde in gewohnter Weise festlich begangen. Die Festrede hielt Oberlehrer Schlitt über das Verbältnis des französischen zum deutschen Unterrichtswesen.