Die patriotischen Gedenktage wurden in herkömmlicher Weise in den einzelnen Klassen begangen. Der Gesundheitszustand der Lehrer und Schüler war im ganzen befriedigend.
Personalnotizen über die neu eingetretenen Lehrer.
Heinrich Römheld, geboren am 10. August 1875 als Sohn des Gymnasiallehrers August Römheld zu Hersfeld, evangelischer Konfession, besuchte von Ostern 1885 bis Ostern 1894 das Gymnasium zu Ilersfeld und studierte sodann in Jena, Berlin und Greifswald Philologie und Theologie. Nachdem er im Februar 1898 in Berlin die Be- flhigung zur Erteilung von Turnunterricht und im Juni 1899 in Greifswald die philo- sophische Doktorwürde erlangt hatte, bestand er im März 1900 in Greifswald die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen. Von Ostern 1900 bis 1901 leistete er an dem Königlichen Gymnasium zu Wiesbaden das Seminarjahr ab und wurde sodann, nachdem er bereits 6 Wochen an der Oberrealschule in Wiesbaden thätig gewesen, Ostern 1901 zur Ableistung seines Probejahres und zugleich als wissenschaftlicher Hilfslehrer dem Königlichen Gymnasium zu Weilburg überwiesen. Am 1. Juli 1901 ging er in gleicher Eigenschaft an das Progymnasium in Hofgeismar über.
Karl Temme, evangelischer Konfession, wurde am 23. Oktober 1864 geboren. Von Ostern 1876 bis Ostern 1884 besuchte er das Gymnasium zu Cassel und studierte dann in Marburg klassische Philologie und Geschichte. Juni 1890 bestand er die Prüfung pro facultate docendi. Vom Oktober 1890— 1891 leistete er das Seminarjahr am Königl. Wilhelmsgymnasium zu Cassel ab, genügte dann seiner Dienstpflicht beim Infanterie-Regiment von Wittich(3. Kurhess.) Nr. 83 in Cassel und absolvierte das Probejahr am vormaligen Städtischen Gymnasium zu Frankfurt a. M. von Michaelis 1892—1893. An dieser An- stalt war er bis zum Herbst 1896 als wissenschaftlicher Hilfslehrer beschäftigt. Im Februar 1895 bestand er die Turnlehrerprüfung zu Berlin. In den folgenden Jabren war er an verschiedenen höheren Schulen in Franktfurt a. M. thätig. Am 1. Mai 1898 wurde er als etatsmässiger wissenschaftlicher Hilfslehrer an das Progymnasium zu Hof-— geismar berufen. Von hier wurde er am 1J. Juli 1901 an das Königl. Gymnasium zu Weilburg versetzt und zum Oberlehrer ernannt.
Wilhelm Debes, geboren am 24. Januar 1866 in Korbach, evangelischer Kon- fession, besuchte das Gymnasium zu Korbach von Michaelis 1877 bis Michaelis 1886 und studierte sodann klassische Philologie in München, Berlin und Marburg. Am 3. März 1893 bestand er die Prüfung pro facultate docendi. Von Ostern 1893 bis Ostern 1894 leistete er an dem Königl. Gymnasium zu Wiesbaden das Seminarjahr ab, von Ostern 1894 bis Ostern 1895 das Probejahr an dem Königl. Realgymnasium daselbst. In den Jahren 1895 bis 1900 war er an den Gymnasien zu Wiesbaden, Fulda und Hanau und am Progymnasium zu Eschwege als Ililfslehrer thätig. Ostern 1900 wurde er dem Gym- nasium zu Dillenburg als etatsmässiger Hilfslehrer überwiesen und am 1. Oktober 1901 an das Königl. Gymnasium zu Weilburg versetzt.


