Jahrgang 
1896
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Englisch. Lautlehre. Lektüre aus Vietor und Doerr, Lesebuch. Das Wichtigste aus Formenlehre und Syntax. Sprechübungen von Anfang an im Anschluss an Lektüre und Anschauung. 2 St. w. Gundlach.

Hebräisch. Elementarlehre und Formenlehre des starken Verbums; Pronomina und Nominalsuffixe; das Wichtigste aus der Formenlehre des schwachen Verbums. Ubungen im Ubersetzen und Analysieren im Anschluss an Strack, hebräische Grammatik mit Übungsbuch. Schriftliche häusliche und Klassenarbeiten. 2 St. w. Steyer.

Geschichte und Erdkunde. S.: Griechische Geschichte bis zum Tode Alexanders des Grossen. W.: Römische Geschichte bis zum Tode des Kaisers Augustus. Geo- graphische Repetitionen. 3 St. w. Heidsieck.

Mathematik. Arithmetik: Die Lehre von den Potenzen, Wurzeln und Loga- rithmen. Gleichungen einschliesslich der quadratischen mit mehreren Unbekannten. 2 St. w.

Geometrie: Abschluss der Xhnlichkeitslehre.(Goldener Schnitt, einiges über harmonische Punkte und Strahlen). Ebene Trigonometrie nebst Ubungen im Berechnen von Dreiecken und Vierecken. 2 St. w. Alle 3 Wochen eine schriftliche Arbeit. Weis.

Physikk. Wärmelehre, Magnetismus, Elektrizität, Wiederholungen der chemischen und mineralogischen Grundbegriffe. 2 St. w. Weis.

Unter-Sekunda. Ordinarius: Wissenschaftlicher Hilfslehrer Eitel.

Religion. a. evangel. Lektüre ausgewühlter Abschnitte des a. T., besonders der Propheten. Das Wichtigste aus der Geschichte Israels bis auf die Zeit Christi. Erklä- rung des Evang. Matthäi. Wiederholung des Katechismus und Aufzeigung seiner inneren Gliederung. Wiederholung von Sprüchen, Liedern und Psalmen. 2 St. w. S. bis Weih- nachten: Steyer, von Weihnachten ab: Wedemann.

b. kathol. Apologetik: Die Grundwahrheiten des christlichen Glaubens; Kirchen- geschichte: Das christliche Altertum. 2 St. w. Siegel.

Deutsch. S.: Die Jungfrau von Orleans. W.: Minna von Barnhelm. Hermann und Dorothea. Ubungen im Disponieren, kleine Vorträge. Alle 4 Wochen ein Aufsatz. 3 St. w. Gropius.

Themata der deutschen Aufsätze:

1. Was bezweckt Tell mit der Ermordung Gesslers? 2. Was erfahren wir aus dem Prologe zu SchillersJungfran von Orleans über die beim Beginne des Stückes obwaltenden Verhältnisse in Frank- reich? 3. Durch welche Vorstelluangen bringt Johanna den Herzog von Burgund in SchillersJungfrau von Orleans zur Versöhnung? 4. Warum schweigt in SchillersJungfrau von Orleans Johanna den Anschul- digungen ihres Vaters gegenüber?(Klassenarbeit). 5. Louison und Margot in SchillersJungfrau von Orleans. 6. Ort und Zeit in LessingsMinna von Barnhelm. 7. Tellheim. 8. Tellheims Benehmen der Witwe des Rittmeisters Marloff gegenüber.(Klassenarbeit). 9. Vortrag über verschiedene Themata. 10. Die Pranzosen im siebenjährigen Kriege. 11. Die Besitzung des Löwenwirts.(In GoethesHermann und Doro- thea.) Prüfungsaufsatz.

Latein. S.: Cic. Cat.IV. Verg. Aen. I und II m. A. Liv. XXI. Wöchent- lich eine schriftliche Arbeit und zwar abwechselnd als Klassen- oder Hausarbeit; darunter der Klassenarbeiten Ubersetzungen aus dem Lateinischen, alles übrige Ubersetzungen ins Lateinische. Gramm. Wiederholungen, besonders aus der Tempus- und Moduslehre.

7 St. w. Gropius.