Jahrgang 
1876
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b. Zeichnen: Mit Schülern aus Secunda und Tertia, wö⸗ Sexta. 2 St. chentl. 2 St. Privatim: Ausgeführte ornamentale Zeichnungen, Kapitäle, Obſt⸗, Blumen⸗ und Landſchafts⸗

Die Anfangsgründe des Freihandzeichnens. Be⸗ nutzung derſelben zur Bildung einfacher, gerader und krummliniger Figuren. Leichte Ornamentenumriſſe. c. TCucnen:

Quint a. 2 St. Quinta und Sexta comb. 2 St. .. 4 Leichte Gerüſt⸗ und Gerätheübungen. Frei⸗ und Zeichnen nach Vorlegeblättern und Wandvorlagen in Ordnungsübungen. demſelben oder verändertem Maßſtabe. Ornamenten⸗ 4 4 Quarta. 2 St umriſſe, Blatt⸗ und Fruchtformen. Die Geübteren , vta. 2 9t. Gerüſt⸗ und Gerätheturnen. Frei⸗ und Ordnungs⸗

zuletzt Kartenzeichnen. t Huart a. 2 St und taktiſche Elementarübungen. Tertia 2 St.

Perſpective und das Nothwendigſte aus der Licht⸗

zeichnungen. Kopfzeichnen. Brückel.

und Schattenlehre. Orthogonale und perſpectiviſche Dasſelbe. 2.

Darſtellung von einfachen Modellen und Gegenſtänden. Prima und Secunda je 2 St. Uebung im Schattiren. Daneben fortgeſetztes Zeichnen Schwierigere Gerüſtübungen. Hantelübungen. Tak⸗ nach Vorlegeblättern. tiſche Elementarübungen. Brückel.

Bibliothek.

Die Lehrerbibliothek verwaltet Herr Gymnaſiallehrer Wötl, die Schülerbiblio⸗ thek iſt in 3 Abtheilungen für die unteren, mittleren und oberen Claſſen getheilt, von denen die erſte im Winter Herr Dr. Spieß, im Sommer Herr Licentiat Oertel, die zweite Herr Gymnaſiallehrer Gropius und die dritte der Primaner Büsgen unter Leitung des Directors verwaltet hat. Eine Unterſtützungsbibliothek für ärmere Schüler iſt im Entſtehen begriffen.

Zur Erledigung einer Miniſterial⸗Verfügung vom 20. November 1874 wird diesmal der Aufzählung der Geſchenke und Anſchaffungen ein kurzer Bericht über die Geſchichte der Biblio⸗ thek und die in derſelben vorhandenen Handſchriften vorausgeſchickt.

In den erſten Jahrhunderten des Beſtehens der Anſtalt, welche 1540 vom Grafen Philipp III. von Naſſau⸗Weilburg als Erſatz für die Stiftsſchule des der Reformation wider⸗ ſtrebenden Walpurgisſtifts unter dem NamenLateiniſche Freiſchule gegründet wurde, iſt von einer Bibliothek keine Rede. Erſt unter dem Rectorate des J. N. Schloſſer(1685 bis 1714) geſchieht der Gründung einer Bücherſammlung Erwähnung. Schloſſer ließ zu dem Zweck in der Kirche auf der Orgel eine Büchſe für freiwillige Spenden aufſtellen, zuweilen auch während des Gottesdienſtes herumreichen. Aus dem Vorrath, den er zuſammenbrachte, wurden ärmere Schüler mit Büchern, vorzüglich mit Bibeln verſorgt.

Im Jahre 1797 erhielt das Gymnaſium aus der Caſſe des Walpurgisſtifts auf einmal mehrere tauſend Gulden und ſeit 1804 aus derſelben Caſſe regelmäßig 150 Gulden jährlich zur Anſchaffung von Buͤchern. Eine bedeutende Erweiterung der Bibliothek erfolgte wieder 1817, als das Gymnaſium zu Weilburg Central⸗Anſtalt für das ganze Herzogthum Naſſau wurde. Bei der damals vorgenommenenallgemeinen Vertheilung der Bibliotheken der Naſſaui⸗ ſchen Lehrinſtitute durfte der neu ernannte Director Snell, vorher Director des Gymnaſiums in Idſtein, dasjenige, was er aus der Bibliothek in Idſtein für das Gymnaſium in Weilburg für paſ⸗ ſend hielt, mitnehmen. Ebenſo wurde das Lehrercollegium in Weilburg angewieſen, erſtlich das, was für die neu einzurichtende Gymnaſialbibliothek aus der früheren Bibliothek geeignet ſchien, zurückzube⸗ halten und das Andere auszuſcheiden, ſodann auch ein Verzeichniß der gewünſchten neuen Bücher auf⸗

zuſtellen und dieſelben zu erwerben, ohne daß zunächſt der Ausgabebetrag durch ein Fixum beſchränkt 2.