Jahrgang 
1851
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5 Ddie Frequenz der Schüler betrug daher im Ganzen 131; darunter 10² Ean⸗ geliſche, 22 Katholiſche und 7 Juden. . An dem nicht verbindlichen Unterricht im Engliſchen nahmem 21 Schüler, nämlich

5 Primaner, 9 Secundaner und 7 Tertianer Theil. Den hebräiſchen Unterricht be⸗

ſuchten 5 Primaner und 9 Secundaner.

Zu der am 4. März begonnenen Maturitätsprüfung wurden 13 Primaner zugelaſſen; außerdem fand ſich ein weiterer Aſpirant von Außen dabei ein. Das Er⸗ gebniß der Prüfung kann erſt im nächſtjährigen Programm angezeigt werden. 17

Der Geſundheitszuſtand der Schüler war ſo erwünſcht, wie er nur ſein konnte; dies bewieſen hauptſächlich die während des Curſus ſo höchſt ſelten vorgekommenen, kaum nennenswerthen Schulverſaumniſſe. Blos im letzten Monate des Eurſus waren ſie häufiger in Folge der hier verbreiteten Grippe.

3) Bibliothek und Lehrapparat.

Für die Bibliothek waren im Ganzen 200 fl., für den phyfikaliſchen Apparat 190 fl., für den naturhiſtoriſchen 100 fl., für den mathematiſchen 40 fl. und für den Turnapparat 50 fl. aus dem Schulfonds verwilligt und meiſt die ganzen ummen nach dem Bedurfniß verwendet worden. Außerdem waren der Bibliothek vom verſtorbenen Oberſchulrath Dr. Krebs dahier, welcher 45 Jahre Lehrer am Gymnaſium geweſen war, aus ſeinem reichhaltigen Bücherſchatze 300 Bände beſtimmt und von deſſen Erben als Geſchenk überwieſen. Wir halten uns verpflichtet für dieſes großmüthige Geſchenk des der Anſtalt unvergeßlichen Heimgegangenen den Söhnen deſſelben, Herrn Kaufmann Krebs und Herrn Profeſſor Krebs dahier, ſowie Herrn Dr. Krebs auf Japa, als Erben, den gebührenden Dank auszuſprechen. Die Verwaltung der Bibliothek, insbeſondere das Verleihen der Bücher, welches auch an Auswäartige ſehr häufig ſtatt fand, beſorgte Conrector Francke. Zu dieſem Zwecke war die Biblothek am Mittwoch und Samſtag von 1 bis 3 Uhr geöffnet. 3

4) Disciplin.

Das Betragen der Schüler in der Anſtalt, wie auch ſelbſt außerhalb derſelben, kann im Allgemeinen befriedigend genannt werden. Ungeachtet deſſen muß man wün⸗ ſchen, daß ſich diejenigen hieſigen Bewohner, welche Schüler halten, wegen deren Ueberwachung und Leitung mit den Lehrern in nähere Verbindung ſetzen, und ſich wohl