Jahrgang 
1927
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Jahrhundert und die Verſchiedenartigkeit des klaſſiziſtiſchen u. romantiſch. Kunſt⸗ ideals gegen die klaſſiſche und romantiſche Dichtkunſt. Der Impreſſionismus und die jüngſten Strömungen in der Malerei und Architektur wurden betrachtet. Zum Schluſſe wurden Uebungen abgehalten in der Betrachtung gleicher Themen in der maleriſchen Behandlung verſchiedener Zeiten und Meiſter, zum Beiſpiel: Verkündigung von Lochner, Dürer, Tizian, Veroneſe, Rembrandt, Vogeler⸗ Worpswede, Poelzinger; oder: Das Konzert von Giorgione, Terborch, Watteau, Max Oppenheimer(Orcheſterkonzert).

In U 1: Spätmittelalterliche Kunſt. Renaiſſanceideale, Weltanſchauund und Formgebung in ihrer Nachwirkung bis auf unſere Tage. Einzelbildbetrach⸗ tungen, Reliefherſtellung.

In U 2: Von der Gotik bis zum Barock und Rokoko.

Im Zeichen⸗Unterricht wurde Federzeichnen, Aquarellieren, Bleiſtiftzeich⸗ nen und Linolſchnitt geübt, alles möglichſt nach der Natur, im Sommer im Freien, im Winter nach dem Modell.

Bei beſonderen Anläſſen wurden kleinere Ausſtellungen veranſtaltet, z. B. das graphiſche Werk von Käthe Kollwitz, Dürerausſtellung. Zum vergangenen Jahr iſt noch nachzutragen, daß eine Ausſtellung künſtleriſcher Plakate ſtattgefun⸗ den hat, in der etwa 14 Tage lang ungefähr zweihundert wertvolle Plakate zu ſehen waren und die gleichzeitig eine Entwicklung der Plakatkunſt in den letzten 30 Jahren verſinnlichte.

2. In der Muſik betätigten ſich die Schüler ſehr eifrig. Chor und Orcheſter ſteigerten ihre Aufgaben. Es iſt erfreulich, daß in Stud.⸗Rat König ein Nach⸗ folger ſür Stud.⸗Rat Veith erſtand, ſodaß die Tradition und Pflege der Muſik an der Anſtalt keinen Bruch erhielt.

3. über Turnen und Sport iſt unter c) berichtet. Die Mädchen erhielten geſonderten Turn⸗ und Nadelarbeitsunterricht durch die techniſche Lehrerin an der Volksſchule, Frau Leiß.

II. Die Lehrer.

1. Am 16. April 1927 wurde Studienaſſeſſor König unter gleichzeitiger Ernennung zum Studienrat an die Anſtalt verſetzt, am gleichen Tage Studien⸗ rat Dr. Grebe von der Aufbauſchule in Frankenberg.

Am 26. April 1927 wurde Studienaſſeſſor Dr. Lange aus Marburg zur vollen Beſchäftigung überwieſen. Er iſt zugleich Erzieher im Schülerheim und wohnt dort.

Am 1. Oktober 1927 wurde Seminaroberlehrer i. e. R. Veith unter gleich⸗ zeitiger Ernennung zum Studienrat nach Frankfurt verſetzt. Am gleichen Tage wurde Studienrat Broeſchen aus Schweidnitz an die Schule verſetzt.

An einer Tagung zur Vertiefung der Richtlinien in Frankfurt nahmen die Herrn Broeſchen, König, Geiſel und Lange teil.

Studienrat Dr. Grebe habilitierte ſich in der Philoſophiſchen Fakultät der Univerſität Frankfurt a. M. Der Titel ſeiner Habilitationsſchrift warDas Formale und das Urteil a priori. Er hielt ſeine Probevorleſung am 29. 2. 28 überDie logiſchen Paradoxien, ſeine öffentliche Antrittsvorleſung am 1. 5. 28 überDas Problem der allgemeinen Vorſtellungen bei Berkeley.

2. Oberſtudienrat iſt nicht vorhanden.

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