von Herrn Dr. Hartmann⸗Hanau das Melodrama„SHektors Beſtattung“ vor., Herr Dr. Eckert ſprach über das Thema: Völkerbund— Völkerfrieden und Genf.
Unſere V. D. A. Gruppe unter der tatkräftigen Leitung von Herrn Dr. Eckert beteiligte ſich eifrigſt an der Werbewoche. Sie wurde denn auch für Uſingen ein ſehr großer Erfolg.
Ein kühner Verſuch, aber ein voller Erfolg war das erſte Winterfeſt des Schülerturnvereins. Neben turneriſchen Darbietungen wurden die Hans Sachs Komödie„Der Teufel und das alte Weib“ und das Luſtſpiel„Othellos Erfolg“ aufgeführt. Den Aufbau des Podiums und der Bühne in der Turnhalle hatten die Schüler in eigener Arbeitsgemeinſchaft ausgeführt. Herr Geiſel unter⸗ ſtützte ſie in ſehr dankenswerter Weiſe bei der Einſtudierung der Stücke. Das Spiel der jugendlichen Darſteller ſtand auf beachtenswerter Höhe.
Herr Anſorge und Herr Dr. Schnelle verlaſſen die Anſtalt mit dem Ende des Berichtsjahres. Die Schule dankt ihnen für ihre aufopfernde Arbeit und wünſcht ihnen das Beſte für die Zukunft.
Herr Küchler leitete während des ganzen Jahres eine anerkannte Arbeitsgemeinſchaft der Lehrer des Kreiſes.
Auf dem Kreislehrertage in Uſingen fand eine wertvolle Beſprechung über die engere Verbindung zwiſchen Aufbauſchule und Volksſchule ſtatt. Die Aus⸗ führungen des Direktors fanden den ungeteilten Beifall der Kreislehrerſchaft und des Vertreters der Lehrerkammer.
VII. Erlaſſe und Verfügungen.
1. Miniſterialerlaß vom 18. Januar 1927.
Es wird beabſichtigt, Anfang Mai 1927 in Frankfurt a. M. eine päda⸗ gogiſche Akademie auf ſimultaner Grundlage zur Ausbildung von Volksſchul⸗ lehrern und Volksſchullehrerinnen zu eröffnen.
Berlin W8, den 10. Januar 1927.
Der preußiſche Miniſter für Wiſſenſchaft, Kunſt und Volksbildung.
Für die Aufnahme gelten die Beſtimmungen meiner Bekanntmachung vom 1. November 1926— U3 2459 2, U2. 1—(Zentralblatt für die geſamte Unterrichtsverwaltung in Preußen, 1926, Heft 22, S. 388).
2. Miniſterialerlaß vom 1. November 1926.
Am 3. Mai 1927 werden in die ſtaatlichen Pädagogiſchen Akademien je 50 Studierende neu aufgenommen, und zwar in Elbing zur Ausbildung evan⸗ geliſcher Volksſchullehrer, in Kiel zur Ausbildung evangeliſcher Volksſchullehrer und Lehrerinnen, in Bonn zur Ausbildung katholiſcher Volksſchullehrer.
Der Bildungsgang iſt zweijährig. Studiengebühren werden nicht erhoben. Unter gewiſſen Vorausſetzungen können Stipendien gewährt werden. Internate ſind mit den Akademien nicht verbunden. Arbeitspläne ſind bei den Sekretariaten der Pädagogiſchen Akademien erhältlich. Aufnahmegeſuche ſind bis ſpäteſtens zum 15. März 1927 an die Akademiedirektoren unmittelbar zu richten.
Der Meldung ſind beizufügen:
1. ein Lebenslauf,
2. eine beglaubigte Abſchrift des Reifezeugniſſes einer neunklaſſigen höheren Lehranſtalt oder eine Beſcheinigung des Anſtaltsleiters über die beſtandene Reifeprüfung oder über das vorausſichtliche Beſtehen derſelben,
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