Es erhielten ganze oder teilweiſe Schulgeldbefreiung 19 Schüler, außerdem Erziehungsbeihilfen 5 Schüler. Einem Schüler wurde die Reichserziehungs⸗ beihilfe gewährt. Die Hilfsbücherei wurde um 100 Bände vermehrt.
Der Penſionspreis im Schülerheim beträgt 600 RM. jährlich. Freiſtellen können nicht gewährt werden. Anfragen über das Schülerheim ſind zu richten an das Evangeliſche Dekanat in Uſingen oder an den Direktor der Schule.
k) Berufsberatung.
Die Verbindung mit dem Berufsamt in Frankfurt wurde aufgenommen.
IV Elternbeirat und Opfertätigkeit.
1. Der Elternbeirat wurde am 13. 6. 1926 für zwei Jahre gewählt. Ihm gehören an:.
1. Herr Pfarrer Schneider in Üſingen. 2. Frau Scharfenberg in Uſingen. 3. Herr Haar in Uſingen. 4. Herr Mich. Philippi in Uſingen.
3 5. Herr Creß in Uſingen.
Als Erſatz für ausſcheidende Mitglieder: 1. Herr Wilsdorf in Uſingen. 2. Herr Planz in Anſpach. 3. Frau Spehr in Uſingen. 4. Frau Hartmann in Uſingen. 5. Frau Maibach in Uſingen.
Durch Fortzug von Uſingen iſt Frau Hartmann ausgeſchieden.
In verſchiedenen Beſprechungen zwiſchen Elternbeirat und Direktor wur⸗ den in vertrauensvoller Zuſammenarbeit die Fragen der Schule erörtert.
2. Die Firmen Z. Roſenberg und Söhne, der Kreisblatt⸗Verlag (Buchdruckerei Richard Wagner) und die Amtsapotheke(Dr. Loetze) in Uſingen ſtellten dem Direktor Summen für Zwecke der Schule zur Verfügung. Frau Johanne Bremme in Barmen ſtiftete der Schülerheimbücherei eine Anzahl Bücher, Fräulein Lydia Hopf⸗Bern ein Wandbild„Abend am Thuner⸗ ſee“ für das Leſezimmer des Schülerheims, Dr. Loetze einen Verbandkaſten mit Inhalt für das Heim. Die Schule ſpricht den gütigen Spendern ihren wärm⸗ ſten Dank aus.
3. Der Kreisausſchuß des Kreiſes Uſingen ſtellte 900 RM. bereit, um bedürftigen, begabten Schülern des Kreiſes das Wohnen im Schülerheim zu ermöglichen. Zu dem gleichen Zweck werden Schüler unterſtützt von dem Herrn Landeshauptmann in Wiesbaden und den Kreiſen St. Goarshauſen und Diez.
Der Kreislehrertag beſchloß, bei der Lehrerkammer die Stiftung einer Heimfreiſtelle für begabte Söhne gefallener Kollegen zu beantragen.
V. Verſchiedenes.
Als es ſicher war, daß Uſingen eine Deutſche Oberſchule in Aufbauform erhalten würde, ließ der Herr Miniſter für Wiſſenſchaft, Kunſt und Volks⸗ bildung die Stadt auffordern, einen Namen für die Schule in Vorſchlag zu bringen. Dieſer Name ſollte der einer bedeutenden Perſönlichkeit des engeren Heimatbezirkes der Schule ſein. Die Stadt wandte ſich an die beſten Kenner der Uſinger Heimatgeſchichte, und der Vorſchlag von Herrn Dr. Dienſtbach⸗ Frankfurt a. M. wurde angenommen. Herr Dr. Dienſtbach war ſo freundlich, für den Jahresbericht ein Lebensbild Chriſtian Wirths zu verfaſſen.
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