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2. In Sprache, Darstellungsart, und mit Rücksicht auf den Stoff selbst, und in der Auswahl der Versuche, schreite man stets vom Ein- fachen und Fasslichen zum Complicirten und schwer Verständlichen vorwärts, um das chemische Vorstellungsvermögen zu cultiviren, ins- besondere muss man bemüht sein, die chemischen Versuche so anzu- ordnen, dass eine Erklärung derselben, und eine umittelbare Erkenntniss des Vorganges aus der Beobachtung des Versuches selbst möglich ist.
3. Die theoretischen Entwicklungen müssen sich ungezwungen als Resultate einer Reihe vorangegangener Beobachtungen ergeben. So ge- wonnene Lehren werden den Schüler nicht ermüden, wie es unbedingt geschieht, wenn man die lange ermüdende Reihe von Theoremen, welche an und für sich für den Schüler gar kein Interesse haben können, voranschickt.
Die vorstehenden Entwicklungen gelten auch für den Fall, dass der chemische Unterricht, wie es gegenwärtig wirklich der Fall ist, erst in den späteren Schuljahren seinen Anfang nimmt, also mit der zweiten Stufe, d. h. mit Uebergehung des Anschauungsunterrichtes be- ginnt. Wenn es, wie man hoffen muss, dereinst zu einer vollständigen Organisation auch des Elementarunterrichtes in der Chemie gekommen sein wird, so brauchen die Methode und der Gang des erklärenden Unterrichtes im Ganzen und Grossen keine weiteren Aenderungen zu erleiden, als die, welche durch das Vorhandensein eines reichen Schatzes chemischer Vorstellungen bedingt ist, d. h. die Arbeit des Lehrers wird eine viel leichtere, der Fortschritt des Schülers ein mehr gesicherter sein, denn der grössere Teil der eigentlichen Gedächtnissarbeit ist schon abgethan und der Lehrer wird sich eingehender gerade demje- nigen Teile seiner Aufgabe hingeben können, welcher auf die Bildung des Verstandes abzielt.
Jos. Smita.
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