Jahrgang 
1911
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Es bestanden bei 9 gstconnten Klassen 6 Turnabteilungen; zur kleinsten von diesen gehörten 32, zur größten 66 Schüler. Jede Abteilung erhielt 3 Stunden wöchentlich.

(Der Turnplatz mit der Turnhalle liegt etwa 3 Minuten von dem Schulgebäude entfernt. Die Turnhalle wird z. Z. außer von den Schülern der Anstalt auch von den Zöglingen der Bürger- Knabenschule und der höheren Mädchenschule sowie von drei Vereinen benutæt.)

VI V. Ordnungsübungen: Aufstellung, Offinen und Schließen der Reihen, Reihungen, Ziehen der Flankenreihen. Freiübungen: Stellungen, Drehungen, Kopfbewegungen, Arm-, Rumpf-, Bein- und Fußübungen, Springen, Gehen, Laufen. Verbindungen von Arm-, Bein- und Rumpftätigkeiten und Ubungen mit Holzstäben. Gerätübungen: Langes Schwingseil, Springel, Bock, wagerechte und schräge Leiter, Klettertau und leichte UÜbungen am Reck und Barren. Sengstock.

IV wie V; dazu Bilden eines Reihenkörpers aus der einfachen Flankenreihe durch gegengleiche Winkelzüge und Umzüge. Verbindungen von Arm-, Bein- und Rumpftätigkeiten. Ubungen am Bock, Pferd und Kasten, Sturmlauf und Sprungbrettspringen. Boley.

UIII OIII. Erweiterung der vorigen Übungen; Ordnungsübungen in militärischer Form. Freiübungen mit und ohne Belastung der Hände durch Eisenstab oder Hanteln, Stabspringen. In OIII auch Kugelschocken und Gerwerfen.

UII OII. Wiederholung der Ordnungsübungen für OIII. Hochspringen über ein festes Gerät, UÜbungen an kombinierten Geräten. Steinstoßen und Diskuswerfen. Im übrigen Befestigung und Erweiterung des Stoffes der vorigen Stufe.

Der Dauerlauf ist im Freien regelmäßig auf allen Stufen geübt worden.

Spiel und Sport: Im Sommer ist etwa ½ der für das Turnen bestimmten Zeit auf die Pflege von Turnspielen verwendet worden. Auch an freien Nachmittagen wurde unter Leitung des Unterzeichneten gespielt. Bevorzugt wurden Schlagball ohne Einschenker und Barlauf. Im Winter trat zuweilen an Stelle von Turnen Eislauf und Rodeln. Zur Belebung des Wintersports sind aus Schülern der Anstalt drei Mannschaften gebildet worden, die der von Herrn Landrat Geh. Regierungsrat Dr. Hagen ins Leben gerufenen Jugendorganisation des Kreises angehören. Es sind dieses die MannschaftenPreußen(23 Mitglieder im Alter von 15 bis 17 Jahren),Henne- berg undWallrab(mit zusammen 45 Mitgliedern im Alter bis zu 14 Jahren einschließlich). An freien Nachmittagen wurde besonders der Skilauf gepflegt; auch hatten die Mitglieder freien Zutritt zur Eisbahn desNeuen Teiches. Sengstock.

UI OI. Erweiterung der Ordnungsübungen, militärische Marschübungen, Freiübungen, Hantel- und Eisenstabübungen mit voraufgehenden Aufmärschen. Hoch- und Weitsprung, Dreisprünge, Sturmspringen, Stabhochsprung, Schleuderballweitwurf, Steinstoßen, Dauerlauf. Gerätübungen am Bock, Springkasten, Pferd, Barren, Reck, Tau und an den Leitern und Ringen. Turnmärsche.

Es wurde, wenn es die Witterung zuließ, auf dem Spielplatze neben der Turnhalle geturnt.

Spiele: Während der Turnstunden wurden im Sommer bei günstigem Wetter Lauf- und Ballspiele geübt. Schleuderball, Schlagball, Faustball und Diskuswerfen wurden bevorzugt. Auch außerhalb der obligatorischen Turnstunde fanden im Sommer Turnspiele statt.

An Stelle des Turnens trat im Winter öfters Schneeschuhlauf und Rodeln. Henkel.