Jahrgang 
1893
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2. Chemie: 2 Stunden wöchentlich.(fak.) Chemische Propädeutik: Die wichtigsten Metalloide und Metalle. Dr. Schotten

Zeichnen: 2 Stunden wöchentlich. Freihandzeichnen: Ornamente griechischen und römischen Stils, Zeichnen bezw. Malen nach lebenden Pflanzen. Entwerfen von einfachen Ornamenten. Das Wichtigste aus der Stillehre.(Die kunstgeschichtlichen Belehrungen wurden gelegentlich gegeben.) Geom. Zeichnen: Projektionslehre. Einfache Maschinenteile. Die Säulenordnungen. Elemente der Axonometrie. Elemente der Polarperspektive.

Im Sommer: Dr. Schotten, im Winter: Assmann.

Obertertia.

Ordinarius: Oberlehrer Stengel.

Religionslehre: 2 Stunden wöchentlich. Das Reich Gottes im Alten Testamente. Lesung ent- sprechender Abschnitte, einiger Psalmen und Stellen aus Hiob. Wiederholung des Katechismus und der Sprüche, sowie der gelernten Lieder und Einprägung von 4 neuen. Belehrungen über

das Kirchenjahr und die Bedeutung der gottesdienstlichen Ordnungen. Weidemann

Deutsch: 2 Stunden wöchentlich. Lesen und Erklären von Homers Odyssee in der Auswahl von Hubatsch, der Glocke und der meisten Balladen von Schiller. Wichtige Stellen der Odyssee, die Glocke und mehrere Balladen wurden auswendig gelernt. Im Anschluss an die Lektüre die Elemente der Rhetorik und Metrik. Alle 4 Wochen ein Aufsatz; alle 14 Tage eine schriftliche Ubung. Stengel.

Lateinisch: 7 Stunden wöchentlich. a. Lektüre(4 St.): Caesaris comm. de bello Gallico VI u. VII; im letzten Vierteljahr: Ovids Metamorphosen, Auswahl aus B. IV, VI, VIII. b. Grammatik(3 St.): Repetition und Vervollständigung der Kasuslehre(Genetiv und Ablativ); Tempuslehre, consecutio temporum und die Lehre von den Dass-Sätzen. Mündliche Übersetzungs- übungen nach Beck, UÜbungsbuch für Tertia und Sekunda. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit.

Stengel.

Griechisch: 6 Stunden wöchentlich, a. Grammatik: Wiederholung und Ergänzung der regelmässigen Formenlehre des attischen Dialektes. Die Verba in u und die wichtigsten unregelmässigen Verba(nach Franke-Bamberg, griechische Formenlehre). Ausgewählte Hauptregeln der Syntax im Anschlusse an Gelesenes; ebenso mündliche und schriftliche Übersetzungsübungen. Alle 14 Tage eine Reinschrift. b. Lektüre: Xen. Anab. I, II und III zum Teil. Wassermeier.

Französisch: 3 Stunden wöchentlich. Gelesen wurde Erckmann-Chatrian, Hist. d'un Conscrit

(Ausg. v. Ufer), C. VIXIX und einige Stücke aus dem Anhang. Besprechen des Gelesenen in frz. Sprache. Grammatik: Plötz und Cares, L. 26 43. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit.

Simon.

Englisch: 6 Stunden wöchentlich. Gelesen die zusammenhängenden Stücke in Gesenius I und in Lüdeckings engl. Lesebuch II, I, No. 1, 3, 4, 6, 8, 9. Sprechübungen im Anschluss an das Ge- lesene. Einige Gedichte wurden auswendig gelernt. Wöchentlich eine schriftliche Arbeit aus Gesenius I und II. Simon.