Jahrgang 
1891
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6. Störungen des regelmässigen Unterrichtsbetriebs waren auch im verflossenen Schuljahre wieder zahlreich. Vom 14. April bis zum 6. Juni musste Herr Wassermeier, der zu einer mi- litärischen Ibung einberufen war, vertreten werden. Im Sommersemester waren kürzere oder längere Zeit durch Unwohlsein am Unterricht gehindert die Herren: Glimm(am 24. April, am 2. und 3., vom 22. bis zum 24. Juni,) Dr. Schotten(den 13. und 14. August), Brehm(den 8. September) und Vogel(den 2. und 3. Juni). Während des Wintersemesters fehlten wegen Erkrankung: Herr Glimm(vom 17. bis zum 21. Nov. und am 13. und 14. Jan.,) Herr Wasser- meier(den 30. Jan.), Herr Dr. Schotten(den 23. und 24. Febr.), der Unterzeichnete(vom 4. bis zum 10. Febr.), auch Herr Vogel musste den Unterricht mehrere Stunden aussetzen.

Auf Grund erteilten Urlaubes fehlte vom 15. bis 17. Februar Herr Dr. Schotten.

Wegen grosser Hitze fiel der Unterricht an 2 Nachmittagen, am 18. und 19. August aus. Auch die UÜberschwemmung am 24. November v. J. brachte insofern einige Störung im Unterrichtsbetriebe hervor, als viele Schüler und mehrere Lehrer infolge des hohen Wasser- standes das Schulhaus nicht erreichen konnten. Der 1. Dezember war mit Rücksicht auf die an diesem Tage stattfindende Volkszählung schulfrei.

7. Den Berechtigungsschein zum einjährig-freiwilligen Militärdienste erhielten am Ende des vorigen Schuljahres(Ostern 1890): 1) Gustav Lehmuth aus Schmalkalden. geb. den 21. Januar 1874; 2) Gustav Wolf aus Schmalkalden, geb. den 11. Dezember 1873; 3) Karl Rübsam aus Salzungen, geb. den 17. Juli 1872: 4) Karl Brock aus Schmalkalden, geb. den 5. Juni 1874.

Michaelis wurde das Zeugnis zuerkannt: 1) Wilhelm Wenzel aus Schmalkalden, geb. den 16. April 1874; 2) Karl Rothfuchs aus Witzenhausen, geb. den 13. Okt. 1874; 3) Eduard Wolff aus Schmalkalden, geb. den 1. August 1874; 4) Karl Mell aus Schmalkalden, geb. den 3. April 1874; 5) Ernst Liebaug ans Schmalkalden, geb. den 1. Januar 1873.

G. Wolf besuchte die Schule weiter; Lehmuth bereitete sich zum Eintritt in ein Seminar vor; Rübsam, Brock, Wolff, Rothfuchs, Mell und Liebaug traten in einen praktischen Beruf über; Wenzel widmete sich dem Postfache.

8. Abiturientenexamen. Als Ergänzung zu der Mitteilung des vorjährigen Programms muss noch nachgetragen werden, dass die beiden Obersekundaner Theodor Teubert und Ernst Zetzmann am 28. März 1890 die Abgangsprüfung bestanden haben. Teubert wurde auf Grund des Ausfalls der schriftlichen Arbeiten von der mündlichen Prüfung befreit. Der diesjährigen Abgangs- prüfung unterzog sich der Obersekundaner Gustav Wolf aus Schmalkalden. Vom 17. bis zum 21. Februar wurden die schriftlichen Arbeiten angefertigt, das mündliche Examen fand am 26. März unter dem Vorsitz des Herrn Geheimen Regierungsrates Dr. Lahmeyer statt. Dem Abiturienten wurde das Zeugnis der Reife zuerkannt.