Jahrgang 
1891
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Englische Sprache: 3 St. wöchentl. Gelesen: Marryat, Peter Simple II, 5 bis Ende. UÜbung im Erzählen des Gelesenen. Die hauptsächlichsten syntaktischen Regeln. Ausgewählte deutsche Stücke wurden ins Englische übersetzt. Wöchentlich eine Haus- oder Klassenarbeit.

Simon.

Geschichte: 2 St. wöchentl. Im Sommersemester: Geschichte der wichtigsten orientalischen Völker. Griechische Geschichte bis zu den Diadochenkämpfen. Im Wintersemester: Überblick über die römische Geschichte, germanische Urgeschichte, Geschichte des Mittelalters bis zum Interregnum mit besonderer Rücksicht auf die Kulturentwickelung. Nach Dittmars Leitfaden der Welt-

geschichte. Der Rektor.

Geographie: 1 St. wöchentl. Die aussereuropäischen Erdteile. Repetition der Geographie von Europa. Nach Seydlitz, Geographie, Ausgabe B. Ruetz.

Mathematik: a. Algebra: 2 St. wöchentl. Potenzen, Wurzeln, Logarithmen, arithmetische und geometrische Reihen und Anwendungen,(Zinseszinsrechnung), quadratische Gleichungen.(Nach Heis, Aufgabensammlung.) Repetition des gesamten Algebrapensums. Schotten.

b. Geometrie: 3 St. wöchentl. Trigonometrie(2 St.); Repetition der Planimetrie und Konstruktionen(1 St.)

Bei der Abiturientenprüfung waren folgende mathematische Aufgaben zu bearbeiten:

a. Planimetrie: Durch P zwischen den Schenkeln eines Winkels eine Gerade zu ziehen, so dass die von den Schenkeln abgeschnittenen Stücke im gegebenen Verhältnisse 3:4 stehen. b. Trigonometrie: Wenn eine Seite, der gegenüberliegende Winkel und der Radius des eingeschriebenen Kreises gegeben wird, die übrigen Sticke des Dreiecks trigonometrisch zu berechnen. a= 533,)ß= 760 18 52, 0 115,5. c. Arithmetik: 1) Mehrere Personen sollen die Unkosten eines Prozesses mit 800 Mk. tragen. Drei sind zah- lungsunfähig, weshalb jeder der andern 60 Mk. mehr zahlen muss. Wie viel Personen sind es? 2) Eine Sparkasse leiht von Jemandem 15 650 Mk. zu 3% und leiht sie zu 7% wieder aus. Wie hoch ist der Gewinn der Sparkasse nach 12 Jahren 2 Monaten, wenn Zinseszinsen gerechnet werden?

Schotten.

Naturwissenschaften: 1) Naturbeschreibung: 2 St. wöchentl. in II, 2. a. Botanik(im Sommer): Bestimmen der Pflanzen nach Leunis; Lehre vom Bau der Pflanzen; das natürliche System. Beschreibung technisch wichtiger ausländischer Pflanzen. b. Zoologie(im Winter 1 St. wöchentl.): Lehre von dem Bau und den Verrichtungen des menschlichen Körpers. Lebens- und Gesundheits-Regeln. Repetitionen aus der Zoologie. c. Mineralogie(im Winter 1 St. wöchentl.): Die einfachen Mineralien wurden repetiert. Die Felsarten. Entwickelungsgeschichte der Erdrinde. Formationen der Erde. Leunis III.

Ruetz.

2) Physik: 3 St. wöchentl. Allgemeine Übersicht über alle Gebiete der Physik; Mag-

netismus, Elektrizität. Schotten.

3) Chemie: 2 St. wöchentl. in II, 1. Chemische Propädeutik: die wichtigsten Me- talloide und Metalle. Qualitative Analyse. Schotten.

Zeichnen: 2 St. wöchentl. Projektionszeichnen. Fortgesetztes Zeichnen reicherer Flachornamente und weiteres Zeichnen griechischer Stilarten. Zeichnen nach Gipsen. Glimm.