— 8— Ober-Sekunda.
Ordinarius Professor Brandes.
Religionslehre: 2 St. w.— Altes Testament; Propheten, Psalmen, Hiob.— Apostelgeschichte. Pauli Leben und Schriften. Wiederholung des Katechismus, von Sprüchen und Liedern. Dr. Schmidt.
Deutsch: 3 St. w.— Einführung in das Nibelungenlied und die Gudrun. Aus- blick auf die nordischen Sagen und die grossen germanischen Sagenkreise, auf die höfische Epik und die höfische Lyrik.— Zusammenfassender Rückblick auf die Arten der Dichtung. Lesen von Schillers Maria Stuart und Goethes Hermann und Dorothea und Götz von Berlichingen. Auswendiglernen von Dichterstellen und von Gedichten: Vorträge nach
eignen Ausarbeitungen. Najork.
Aufsatzaufgaben: 1. O wunderschön ist Gottes Erde und wert, darauf vergnügt zu sein.— 2. Die drei Handlungen in Schillers„Wilhelm Tell“ und ihre Verknüpfung zur Einheit.— 3. Wie begründet das Nibelungenlied die Ermordung Siegfrieds?— 4. Das Nibelungenlied, das hohe Lied der Treue.(Klassen- aufsatz.)— Das Wunderbare im Nibelungenliede oder die Träume im Nibelungenliede.(Nach Wahl.)— 6. Das Landstädtchen und seine Bewohner, ein Kulturbild vom Ende des 18. Jahrhunderts nach Goethes„Hermann und Dorothea“.— 7. Wodurch erreicht Goethe in„Hermann und Dorothea“ die echt epische Entfaltung der Handlung? 8. Klassenaufsatz: Was bringt uns der erste Akt Schillers Maria Stuart zur Exposition des Dramas?
Lateinisch: 7 St. w.— Vergils Aeneis II m. A. Ausserdem Nisus und Euryalus. Tod des Pallas. Tod der Camilla. Schild des Aneas.— Livius 21. Buch m. A. Ciceros l. und 3. Catilinarische Rede und Rede pro Archia poeta. Wiederholung der Syntax. Mündliches UÜbersetzen und Lernen von Phrasen aus Ostermann-Müllers UÜbungs- buch für II,1. Alle 14 Tage eine schriftliche Arbeit. Berlit.
Griechisch: 6 St. w.— Homers Odyssee, 13. bis 24. Buch mit Auswahl. Xenophons Hellenica I. u. II. mit Auswahl.— Herodot 1., 6. und 7. Buch mit Auswahl(Arion, Polykrates, Marathon, Thermopylae, Salamis). Die Syntax der Tempora und Modi, die Lehre vom Imperativ, Infinitiv und Particip; Wiederholung der Kasuslehre. Alle 14 Tage schriftliche Cbungen. Dr. Haesecke.
Französisch: 3 St. w.— Richebourg, Ia bavarde.— Eugène Moret, un anarchiste.— Zusammenhängende Stücke aus dem Anhange zu Plötz' Ubungsbuch, Aus- gabe E.— Sprachlehre§ 100— 128.— Wiederholungen aus der Grammatik. Alle 4 Wochen eine schriftlicne Arbeit. Zur Korrektur zahlreiche Diktate. Manns.
Hebräisch: 2 St. w.—(wahlfrei).— Formenlehre. Ubersetzen und Rücküber- setzen nach Hollenberg.— Stündliche schriftliche Übungen. Dr. Schmidt.
Englisch: 2 St. w.(wahlfrei).— Formenlehre nach Gesenius. Mündliches und
schriftliches UÜbersetzen. Sprechübungen. Dr. Pulch.
Geschichte und Erdkunde: 3 St. w.— Hauptereignisse der griechischen Ge- schichte bis zum Tode Alexanders d. Gr. und der römischen Geschichte bis Augustus


