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üblichen Ausflüge nach den Bückebergen und Stadthagen, nach dem Bornſtapel und Vlotho, nach der Paſchenburg, dem Hohenſtein und Süntel und nach dem Taubenberg.
Der Oberlehrer Heckmann mußte zu einer Militärübung vom 13. Juni bis zum 10. Auguſt beurlaubt und, da kein Hülfslehrer zu ſeiner Vertretung beſchafft werden konnte, von den Kollegen vertreten werden. Um dieſe nicht zu überlaſten, mußten einzelne Unterrichtsſtunden während dieſer Zeit ausfallen.
Am 30. Mai, 6. und 22. Juni und am 10. Auguſt mußte wegen zu großer Hitze der Unterricht von 10 Uhr morgens an ausfallen.
Am 2. September mußte wegen der befohlenen Landestrauer um Ihre Maj. weiland Kaiſerin Friedrich das zur Feier des Sedantages bereits geplante Schulfeſt ausfallen. Statt deſſen machten die einzelnen Klaſſen unter Leitung ihrer Ordinarien Ausflüge in die Umgegend, bei denen die Lehrer der Bedeutung des Tages in entſprechender Weiſe gedachten.
Die ſchriftliche Reifeprüfung mit 2 Ober⸗Primanern und mit 15 Nichtſchülern, welche zu ihrer Ablegung vom Königl. Provinzial⸗Schulkollegium der Anſtalt überwieſen waren, fand vom 19. bis 23. Auguſt ſtatt, die mündliche unter dem Vorſitze des Herrn Provinzial⸗Schulrats Dr. Kaiſer aus Kaſſel vom 10. bis 12. September. Einem Ober⸗Primaner und acht Nicht⸗ ſchülern wurde das Zeugnis der Reife zuerkannt.
Pfarrer Bock, der ſeit Oſtern den ev. Religionsunterricht in den unteren Klaſſen mit großer Liebe und Treue erteilt hatte, ſchied mit dem Schluſſe des Sommerhalbjahres von der Anſtalt. An ſeiner Stelle wurde der neuernannte Pfarrer der reformierten Gemeinde, Metropolitan Braunhof!) aus Gudensberg, mit dieſem Unterrichte vom Königl. Provinzial⸗Schulkollegium beauftragt.
Durch umfangreiche und deshalb längere bauliche Herſtellung konnte nach der Eröffnung des Winterhalbjahres die Turnhalle zwei Wochen und die Aula faſt fünf Wochen lang nicht benutzt werden. Es mußte deshalb bei ſchlechtem Wetter der Turnunterricht und während der Herſtellung der Aula die übliche gemeinſame Morgenandacht ausfallen. Die Aula wurde zum erſten Male wieder am 14. November in Gebrauch genommen zur nachträglichen Feier des Reformations⸗ feſtes und zugleich des Stiftungstages(31. Okt. 1817) der Anſtalt. Bei dieſer Feier gaben Schüler aus allen Klaſſen durch den Vortrag von Gedichten und eigenen Ausarbeitungen ein Bild von Luthers Auftreten vor dem Reichstage zu Worms und von ſeinem Aufenthalte auf der Wartburg, ſowie von ſeinem ſchriftſtelleriſchen Wirken bis zum Jahre 1522.
¹) Friedrich Chriſtian Braunhof, geb. am 24. 2. 1860 zu Kaſſel, reformierten Bekenntniſſes, beſuchte das Gymnaſinm daſelbſt von Oſtern 1869 bis 1878 und ſtudierte Theologie auf den Univerſitäten zu Leipzig und Berlin. Im Oktober 1882 beſtand er in Berlin die erſte theologiſche Prüfung, wurde Hülfsprediger an der Markus⸗ kirche daſelbſt und darauf Mitglied des Predigerſeminars zu Wittenberg. Im Oktober 1884 beſtand er in Berlin die zweite theologiſche Prüfung und genügte darauf in Kaſſel ſeiner Militärpflicht. Im November 1885 in Kaſſel ordiniert, wurde er zum Pfarrer in Balhorn(Kr. Wolfhagen), im November 1896 zum Pfarrer, Metropolitan und Kreisſchul⸗ inſpektor zu Gudensberg(Kr. Fritzlar) und am 1. Oktober 1901 zum Pfarrer in Rinteln ernannt.
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