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primaner Rudolf Klee in einem Redeverſuch die Frage: Weshalb feiern wir das Sedanfeſt? Am Nachmittag fand auf dem Turnhof ein öffentliches Schauturnen aller Klaſſen ſtatt, zu dem ſich die Einwohner der Stadt ſehr zahlreich eingefunden hatten und den tüchtigen Turnleiſtungen reichlich Beifall zollten. Am Schluß des Schauturnens überreichte der Direktor mit einer Anſprache den beiden beſten Turnern, zwei Primanern, dem einen Onckens Feſtſchrift:„Unſer Heldenkaiſer“ und dem andern Lindners, Der große Krieg gegen Frankreich als Preis, ſieben andern Schülern je eine Ausgabe eines Dramas(Leſſing, Goethe, Schiller, Kleiſt), 33 andern Schüler ſprach er ſeine lobende Anerkennung für ihr eifriges Streben und ihre Leiſtungen aus.
Die ſchriftliche Reifeprüfung wurde vom 16. bis 20. Auguſt abgehalten, die münd⸗ liche am 24. September unter dem Vorſitz des Kgl. Provinzial⸗Schulrats Herrn Dr. Paehler aus Kaſſel. Zwei Prüflingen wurde das Zeugnis der Reife zuerkannt.
Die Herbſtferien dauerten vom 26. September bis zum 11. Oktober.
Am 31. Oktober beging die Schule in herkömmlicher Weiſe den Reformations⸗ und Stiftungstag der Anſtalt. Der Religionslehrer Herr Oberlehrer Schwarz entwickelte dabei nach der Morgenandacht in einem Vortrage die hauptſächlichſten Unterſcheidungslehren der evangeliſchen und katholiſchen Kirche.
Die übliche gemeinſchaftliche Abendmahlsfeier von Lehrern und Schülern der Anſtalt fand Sonntag, 7. November, in der reformierten Kirche ſtatt.
Am 13. November veranſtaltete der Schülerturnverein im Kammannſchen Saale ein ſehr zahlreich beſuchtes Schauturnen, bei dem die guten, teilweiſe vortrefflichen Leiſtungen der Turner ſehr viel Beifall fanden. In den Pauſen trug die Schülerkapelle einige Stücke vor.
Am 27. November reiſten die Schüler der Prima unter der Führung des Profeſſors Berlit(Lehrer des Deutſchen) nach Hannover und wohnten im Kgl. Schauſpielhauſe der Auf⸗ führung von Schillers Trauerſpiel: Wallenſteins Tod, bei.
Die Weihnachtsferien dauerten vom 23. Dezember bis zum 6. Januar.
Beim Wiederbeginn der Schule überreichte der Direktor nach der Morgenandacht als Allexhöchſtes Geſchenk Sr. Maj. des Kaiſers u. Königs im Auftrag des Kgl. Provinzial⸗ Schulkollegiums den beiden Schülern W. Meiners 1,2 und Friedrich Ulrichs II, 2 je ein Exemplar des Werks: Deutſchlands Seemacht ſonſt und jetzt von n Käpltänlientenanta. D. Wislicenus mit einer entſprechenden Anſprache.
Am 27. Januar vormittags fand in der Aula ein ſehr zahlreich beſuchter Schulakt zur Feier des Allerhöchſten Geburtstags Sr. Maj. des Kaiſers und Königs ſtatt mit Schriftlektion, Deklamation und Geſangsvorträgen der Schüler. Die Feſtrede hielt der Oberlehrer Herr Schwarz über die Königin Louiſe. Die Schülerkapelle hatte abends vorher die Straßen der Stadt zum Zapfenſtreich durchzogen, von den Schülern mit Fackeln gefolgt, ebenſo am 27. Januar morgens zu einem Weckruf. Nach dem Gottesdienſte ſpielte ſie mehrere Choräle vom Turm der lutheriſchen Kirche.
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