— 18—
Turnapparat: Angekauft wurden: 1) ein Cricketballſpiel, 2) eine Gummiblaſe, 3) zwei maſſive Gummibälle, 4) 24 Treibhölzer für Sauballſpiel, 5) zwei Schlaghölzer, 6) zwei Cocos⸗ Turnmatten.
VI. Stiftungen und Unterſtützungen von Schülern.
Aus der Unterſtützungs⸗Bibliothek konnten auch in dieſem Jahre wieder einer Anzahl bedürftiger Schüler die nötigen Schulbücher zur Benutzung gegeben werden.
VII. Mitteilungen an die Schüler und deren Eltern.
Das neue Schuljahr beginnt Montag den 10. April vormittags 8 Uhr mit der Prüfung der neu eintretenden Schüler.
Bei der Meldung zur Aufnahme ſind die Geburts⸗ und Impfſcheine, ſowie die Zeugniſſe über den bisherigen Unterricht, bezw. das Abgangszeugnis der zuletzt beſuchten Schule vorzulegen. Für auswärtige Schüler unterliegt die Wahl der Wohnung nach§ 25 der Schulordnung der vorher einzuholenden Genehmigung des Direktors.
Höherer Weiſung zufolge wird an dieſer Stelle folgender Auszug aus einem Erlaſſe des Herrn Miniſters der geiſtl. ꝛc. Angelegenheiten vom 29. Mai 1880 zum Abdruck gebracht.
Die Strafen, welche die Schulen verpflichtet ſind, über Teilnehmer an Verbindungen zu verhängen, treffen in gleicher oder größerer Schwere die Eltern als die Schüler ſelbſt. Es iſt zu erwarten, daß dieſer Geſichtspunkt künftig ebenſo, wie es bisher öfters geſchehen iſt, in Geſuchen um Milderung der Strafe wird zur Geltung gebracht werden, aber es kann demſelben eine Berück⸗ ſichtigung nicht in Ausſicht geſtellt werden.
Den Ausſchreitungen vorzubeugen, welche die Schule, wenn ſie eingetreten ſind, mit ihren ſchwerſten Strafen verfolgen muß, iſt Aufgabe der häuslichen Zucht der Eltern oder ihrer Stell⸗ vertreter. In die Zucht des Elternhauſes ſelbſt weiter als durch Rath, Mahnung und Warnung einzugreifen, liegt außerhalb des Rechtes und der Pflicht der Schule; und ſelbſt bei auswärtigen Schülern iſt die Schule nicht in der Lage, die unmittelbare Aufſicht über ihr häusliches Leben zu führen, ſondern ſie hat nur deren Wirkſamkeit durch ihre Anordnungen und ihre Controle zu er⸗ gänzen. Selbſt die gewiſſenhafteſten und aufopferndſten Bemühungen der Lehrerkollegien, das Un⸗ weſen der Schülerverbindungen zu unterdrücken, werden nur theilweiſen und unſicheren Erfolg haben, wenn nicht die Erwachſenen in ihrer Geſamtheit, insbeſondere die Eltern der Schüler, die Perſonen,


