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welchen der Primus omnium Meyer in einer lateiniſchen Valediktionsrede der ihnen allen lieb⸗ gewordenen Schule und deren Angehörigen ein herzliches Lebewohl ſagte. Darauf richtete der Direktor, an einige in der Schule geleſene Worte griechiſcher und römiſcher Dichter anknüpfend, an die Scheidenden die Mahnung, ſich für ihren Lebensweg in Jeſus Chriſtus den ſichern Leitſtern zu wählen und ſtets des Schriftwortes eingedenk zu ſein: Die Furcht des Herrn iſt der Weisheit An⸗ fang. Dieſe Schulfeierlichkeit war von Angehörigen der Schüler und Freunden der Anſtalt aus Stadt und Land zahlreich beſucht.
Am 24. und 25. März fertigten die vor der Verſetzung nach Prima ſtehenden Ober⸗ ſekundaner die durch die neue Prüfungsordnung vom 27. Mai 1882, bez. deren Ausführungs⸗Ver⸗ ordnung vorgeſchriebenen Uberſetzungen aus dem Deutſchen ins Griechiſche und Franzöſiſche an.
Auch in dieſem Jahre trug der Gymnaſialchor, dem Wunſche der beiden evangeliſchen Geiſtlichen der Stadt entſprechend, wochenweiſe mit einem hieſigen Geſangverein abwechſelnd, bei den in der reformierten Kirche an den Mittwoch⸗Abenden der Paſſionszeit abgehaltenen Gottesdienſten liturgiſche Geſänge unter der Leitung des Geſanglehrers Kapmeier vor.
Die Geſundheit der Schüler war in dem verfloſſenen Schuljahr im ganzen eine ſehr gute. Zu dieſer erfreulichen Erſcheinung trug gewiß vor allem die ſeit anderthalb Jahren beſtehende Ein⸗ richtung bei, daß die Schüler bei nur einigermaßen gutem Wetter nach jeder Lehrſtunde ſich einige Mi⸗ nuten auf den Platz vor dem Gymnaſium zu begeben haben, um dann, ſelbſt erfriſcht durch die kurze Ausſpannung in der freien Luft, in die während der Zwiſchenzeit gelüfteten Schulzimmer zu⸗ rückzukehren. Seit kurzem wurden zuweilen auch bei günſtiger Witterung unter Ausſetzung einiger Lehrſtunden kurze Ausflüge in die nahen Wälder unternommen, welche gleichfalls die Munter⸗ keit und Friſche der Jugend weſentlich förderten.— Wie in den früheren Jahren überſchickte der Direktor auch in dieſem Frühjahr wieder Waſſer aus dem Gymnaſialbrunnen an die Landwirt⸗ ſchaftliche Verſuchsſtelle zu Marburg, von welcher am 14. März der ſehr günſtige Beſcheid ein⸗ ging, daß„das Waſſer aus dem Gymnaſialbrunnen keine geſundheitsnachteiligen Beſtand⸗ teile enthält.“
Leider erlitt der Unterricht während des Drucks dieſer Schulnachrichten in den letzten Wochen noch weitere bedeutende Störungen, indem auch die Kollegen Dr. Suchier, Dr. Hartmann und von Kamptz erkrankten und ihre Lektionen für längere Zeit ausſetzen mußten..
Zum Schluß dieſer Chronik iſt es dem Direktor eine angenehme Pflicht, dem Königlichen Provinzial⸗Schulkollegium zu Caſſel den ehrerbietigſten Dank auszuſprechen für die durch Beſchluß vom 9. Februar geſchehene Uberweiſung des von Sr. Excellenz dem Herrn Kultusminiſter für je ein evangeliſches Gymnaſium jeder Provinz beſtimmten Exemplares der neuen Ausgabe von Luthers Werken an die Bibliothek unſeres Gymnaſiums.
Die Bibliothek des Gymnaſiums iſt durch Fortſetzungen größerer Werke, ſowie durch Neuanſchaffungen aus den etatsmäßigen Mitteln der Anſtalt auch in dieſem Jahre entſprechend vermehrt worden. An Geſchenken erhielt die Bibliothek: 1) von Behörden: Von Königl.


