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ſie hochverdienten Lehrer, welcher durch ſeine zahlreichen geſchichtlichen Werke auch in den weiteſten Kreiſen bekannt iſt. Lehrer und Schüler ſehen den Prof. Stacke mit Bedauern ſcheiden und wünſchen ihm von Herzen, daß ihm ein langjähriges otium cum dignitate beſchieden ſein möge“.
Durch Entſchließung des Herrn Miniſters vom 21. Februar wurde genehmigt, daß der Ober⸗ lehrer Dr. Suchier in die Stelle des Prof. Dr. Stacke, der bisherige Oberlehrer am Kön. Gymnaſium zu Caſſel Dr. Bernhard Schmidt in deſſen Stelle, beide vom 1. Juni d. J. an einrücken, ſowie endlich, daß letzterer ſeine Thätigkeit in Rinteln ſchon mit Anfang des neuen Schuljahres beginne.
Die Bibliothek des Gymnaſiums iſt durch Fortſetzungen größerer Werke, ſowie durch Neuanſchaffungen aus den etatsmäßigen Mitteln der Anſtalt auch in dieſem Jahre vermehrt wor⸗ den. An Geſchenken erhielt die Bibliothek: 1) von Behörden: Von Kgl. Prov. Schulk. zu Caſſel: Weck, Allerdeutſchentag.— Dsgl. mehrere akademiſche Schriften, Feſtreden, Rektoratsreden, Indices lectt. u. ſ. w.— Von der Univerſität Marburg: Akademiſche Gelegenheitsſchriften, Diſſer⸗ tationen u. ſ. w.— Von dem Kgl. Gymnaſium zu Kaſſel: Die Votivtafel des Kaſſeler Gymna⸗ ſiums zur Feier der Vermählung Sr. K. Hoheit des Prinzen Wilhelm von Preußen.— Von dem Friedrich⸗Werder'ſchen Gymnaſium zu Berlin: Feſtſchrift zur 2. Säcularfeier des Friedr.⸗Wer⸗ der'ſchen Gymnaſiums.— 2) Von ehemaligen Lehrern der Anſtalt: Von Gymn.⸗Elem.⸗Lehrer Freſe: Jenny, Buch der Reigen.— Von Oberlehrer a. D. Pfr. Meurer: Henke, Jakob Fried⸗ rich Fries.— Riehen, Dr. Hermann Hupfeld.— Bernhardi, Karl Schomburg.— 3) Von Kam⸗
* Anmerkung. Einige Nachrichten über das Leben und die Schriften des Prof. Stacke werden hier willkommen ſein. Ludwig Chriſtian Stacke wurde den 28. Mai 1817 zu Caſſel geboren, wo ſein Vater Privatlehrer war. Von dieſem bis zu ſeiner Konfirmation unterrichtet, trat er Oſtern 1833 in das dortige Lyceum, 1835 in das neu gegründete Gymnaſium(Lyceum Fridericianum) und beſtand Oſtern 1838 ſeine Ma⸗ turitäts⸗Prüfung. Auf der Landesuniverſität Marburg ſtudierte er von 1838 bis 1841 klaſſiſche Philologie u. Ge⸗ ſchichte, unterwarf ſich in dieſen Fächern, wie in den neueren Sprachen, der akademiſchen Prüfung und abſolvierte von Oſtern 1841 bis nach Öſtern 1844 ſeine Probezeit am Marburger Gymnaſium. Im Jahre 1842 promovierte er auf die Abhandlung: De Oropo, Boeotiae urbe. Nach Oſtern 1844 wurde er mit einer Lehrerſtelle dem Pro⸗ gymnaſium zu Eſchwege beauftragt und im Dezember 1845 an der ähnlichen Schule zu Schmalkalden angeſtellt, nachdem er in demſelben Jahre zu Hersfeld ſein praktiſches Examen beſtanden hatte. Am Schluß des Jahres 1850 wurde er ordentlicher Lehrer am Gymnaſium zu Rinteln und blieb daſelbſt bis zum Sommer 1834, wo er in gleicher Eigenſchaft nach Fulda verſetzt ward. Im Jahre 1868 kehrte er an das Rinteler Gymnaſium zurück und wirkte an demſelben, ſeit Oktober 1876 als erſter Oberlehrer, bis jetzt, um mit dem 1. Juni d. J. auf ſein An⸗ ſuchen in den Ruheſtand zu treten Im Jahr 1877 ward ihm das Prädikat„Profeſſor“ verliehen..
Von demſelben erſchienen als Programm⸗Abhandlungen: De comparationibus Homericis dissertatio grammatica. Rinteln 1853.— 2) De Admeto et Alcestide, mythologiſche Abhandlung. Rinteln 1873.— 3) Andeutungen zu einer Aeſchyliſchen Theologie(Archiv f. Phil. u Pädag. Bd. XVII, Heft 3)— Außerdem: Plu⸗ tarchs Biographieen der Griechen. Griechiſch mit grammatiſcher u. hiſtoriſcher Erklärung. Leipzig 1852.— Er⸗ zählungen aus der alten, mittleren, neuen und neueſten Geſchichte, in 5 Bdn.(der 5. auch als Abriß der neueſten Geſchichte.) und zwar Bd. I in 19, Bd. II in 17, Bd. III in 12, Bd IV in 10, Bd. V in 4 Auflagen.(Sämt⸗ lich im Verlag von Stalling in Oldenburg.) Die franzöſiſche Revolution u. das Kaiſertum Napoleons I. Ge⸗ ſchichtliche Ueberſicht der Zeit von 1789 bis 1815. Oldenburg 1860, Stalling.— Bertrand du Guesclin, Con⸗ netable von Frankreich. Biographiſches Gemälde aus dem franzöſiſchen Mittelalter. Oldenburg 1865.— Abriß der Geſchichte der Preußiſchen Monarchie. 2. Aufl. Oldenburg 1878.— In Verbindung mit andern: Deutſche Geſchichte. Bielefeld u. Leipzig 1881— 82 bei Velhagen und Klaſing.— Hilfsbuch für die erſte unterrichtsſtufe in der alten Geſchichte. Oldenburg 1880. Zweiter Teil. Mittelalter. Oldenburg 1882.


