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3. Hauptſtück des Katechismus und die Evangelien der Sonn⸗ und Feſttage behandelt. Außerdem 6 Kirchen⸗ lieder neu und Repetition der früher gelernten Lieder und Pſalmen. 3 St. Krüger.— Lateiniſch. Die Formenlehre ganz, die Conjugation periphr., die Conſtruction des Acc. c. inf.(resp. Nom. c. inf.), u. der Ablativi absoluti. Die wichtigſten Caſusregeln. Lektüre: Gedicke, lat. Leſebuch edd. Hoffmann, Erſter Abſchnitt mit Ausnahme von IX.— XII. Anhang dazu N 7. Zweiter Abſchnitt I.(excl. 4 Num⸗ mern), II.(ausgewählt), III.(ausgewählt).— 22 Extemporalia und 22 Exercitia. 10 St. Krüger.— Deutſch. Erklärung und Erlernung von Gedichten aus Echtermeyers Sammlung. Erklärung proſaiſcher Leſeſtücke aus Hieckes Leſebuch. Der zuſammengezogene und zuſammengeſetzte Satz(Satzverbindung und Satzgefüge). 18 Aufſätze. Orthographiſche Uebungen. Uebungen im Deklamiren. 4 St. Krüger.— Rechnen. Die 3 erſten Species mit Brüchen in unbenannten und benannten Zahlen wurden wiederholt; neu hinzugenommen wurde: die Reſolution, die Diviſion mit der Reduktion, die Regeldetri und von den Rechnungsarten des bürgerlichen Verkehrs die in§ 21 des Rechenbuchs von Böhme enthaltenen Aufgaben. 2 St. Lutz.— Geometrie. Wiederholung und Einübung der Formenlehre; Lehrſätze von Linien, Win⸗ keln, Parallellinien; Kongruenz der Dreiecke und die ſich daran ſchließenden Sätze. Im Sommer 1, im Winter 2 St. Lutz.— Geſchichte und Geographie. Geſchichte des brandenburgiſch⸗preußiſchen Va⸗ terlandes bis zu Friedrich d. Gr. Geographie Europas im Allgemeinen und Deutſchlands im Beſonderen. 3 St. Im Sommer Krüger, im Winter Lutz.— Naturbeſchreibung. Im Sommer 2 St. Bota⸗ nik, im Winter 1 St. Zoologie. Krüger.— Schreiben. Das Schönſchreiben wurde in wöchentlich zwei St. geubt. Lutz.— Zeichnen. Kleine Landſchaften wurden nach Vorlegeblättern gezeichnet. 2 St. Lutz.
Zweite Klaſſe. Ordinarius: Kantor Gerlach.
Religion. Bibliſche Geſchichte beſonders des Neuen Teſtaments. Perikopen. Das 1. Hauptſtuck und der 1. und 2. Artikel des zweiten eingehend erklärt. Sprüche und Lieder dazu. 2 St. Gerlach. — Lateiniſch. Die Lehre von den Caſus und das Nothwendigſte über die Modi. Uebungen dazu aus Auguſt I.— XXV. Aus Cornelius Nepos: Miltiades, Themistocles, Aristides, Pausanias, Cimon, Lysan- der, Alcibiades, Thrasybulus, Conon, Dion, Epaminondas, Pelopidas, Hamilcar, Hannibal, Agesilaus. Phädrus Buch 1 und 2. Exercitia und Extemporalia wöchentlich. 10 St. Gerlach.— Deutſch. Lek⸗ türe aus Hiecke. Erklären und Memoriren von Gedichten aus Echtermeyers Sammlung. Grammatik ge⸗ legentlich. Alle 14 Tage ein Aufſatz. 2 St. Gerlach.— Franzöſiſch. Der vierte und fünfte Ab⸗ ſchnitt(Lect. 60— 91), die franzöſ. Leſeſtücke des ſechſten Abſchnitts des Elementarbuchs von Plötz 1. Curſus, ſo wie Lect. 1—12 des 2. Curſus überſetzt und eingeübt; die unregelmäßigen Zeitwörter gelernt; wöchentlich ein theme. 2 St. Im S. Eue, im W. Fiſcher.— Geometrie. Allgemeine Grundbegriffe von ebenen Fi⸗ guren; die Kongruenz der Dreiecke und die wichtigſten damit unmittelbar zuſammenhängenden Sätze; ange⸗ meſſene Aufgaben. 2 St. Fiſcher.— Rechnen. Decimalbrüche; die wichtigſten Sätze von den Pro⸗ portionen; einfache und zuſammengeſetzte Regeldetri; nach Böhmes Rechenbuch für Stadtſchulen 1. Theil. 2 St. Fiſcher.— Geographie und Geſchichte. Geographie der außereuropäiſchen Erdtheile. Alte Geſchichte. Des Orients, Perſiens, Griechenlands, Maoedoniens und Roms bis zur Schlacht bei Actium. 3 St. Krüger.— Naturgeſchichte. Im Sommer Botanik. Terminologie der Pflanzenkunde. Gegen 100 verſchiedene Pflanzen der Rathenower Feldmark lernten die Kinder durch Beſchreibung kennen und wur⸗ den zum Theil von ihnen ſelbſt beſchrieben. Im Winter Zoologie. Es wurden nach einer Einleitung über das Thierreich im Allgemeinen mit den Pflanzenthieren begonnen, und dann die Klaſſe der Würmer behan⸗ delt. 2 St. Eigendorf.— Zeichnen. Es wurde nach Vorlegeblättern gezeichnet. 2 St. Eigendorf. — Schreiben. Es wurde nach Vorſchriften geſchrieben. 2 St. Eigendorf.


