Jahrgang 
1928
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6. Schule und Haus.

Da nur durch enges Einvernehmen der Schule mit dem Hauſe Erfolge auf dem Gebiete des Unter⸗ richtes und der Erziehung erreicht werden können, ſo bitten wir die Angehörigen unſerer Schüler, in allen Fällen, in denen ihnen eine Auskunft oder ein Rat erwünſcht ſcheint, ſich vertrauensvoll mit dem Fachlehrer, Klaſſenlehrer oder dem Unterzeichneten in Verbindung zu ſetzen. Wir empfehlen ihnen beſonders, darauf zu achten, daß die Schüler ihre Arbeiten richtig einteilen und die Arbeiten in ſauberer Schrift anfertigen. Mützlich dürfte es ſein, wenn die Eltern von den Klaſſenarbeiten, die, wie ihnen zu Anfang eines jeden halbjahres bekannt gegeben wird, an beſtimmten Tagen geſchrieben und zurückgegeben werden, regelmäßig Einſicht nehmen. Bemerken ſie einen erheblichen KRückſchritt in den Leiſtungen, oder erhalten ſie von der Schule eine Mitteilung über irgendwelche Mängel, ſo erſuchen wir um Rückſprache, die wir ſtets freudig begrüßen. Indeſſen müſſen wir erwarten, daß die Sltern im Laufe des Schuljahres, ſolange nötigenfalls noch Abhilfe geſchaffen werden kann, nicht jedoch erſt zur Zeit der Verſetzung ſich an uns wenden. Wünſchen ſie Auskunft über Betragen und Leiſtungen in den verſchiedenen Fächern, ſo iſt es nötig, daß der Beſuch ein bis zwei Tage vorher angezeigt wird. Während des Unterrichts ſind jedoch die Lehrer wegen der Störung der Lehrſtunden nicht zu ſprechen. Die Sprechſtunden werden zu Beginne des Schuljahres den Eltern mitgeteilt. Wünſchen ſie zu anderer Zeit mit einem Lehrer ſich zu beſprechen, ſo iſt vorherige Vereinbarung nötig.

Der Direktor iſt an den Schultagen in der Regel vormittags zwiſchen 11 und 12 Uhr in ſeinem Amtszimmer zu ſprechen.

Es wird darauf hingewieſen, daß, von beglaubigten Notfällen abgeſehen, jede Verſäumnis von Lehrſtunden oder Schulfeiern nur zuläſſig iſt, venn vorher von der Schule Urlaub eingeholt worden iſt.

Wir wollen auch an dieſer Stelle die Eltern unſerer Schüler auf unſer Schülerorcheſter auf⸗ merkſam machen. Es bietet ſich hier den Schülern eine vorzügliche Gelegenheit, gute Werke unſerer Meiſter gründlich kennen zu lernen, ſich im Zuſammenſpiele zu üben und ſo ihr Gefühl für Takt und Rhythmus zu fördern. Sine Teilnahme an dieſem Orcheſter kann deshalb allen muſikaliſch veranlagten Schülern, die ein Inſtrument ſpielen, empfohlen werden. In Betracht kommen nicht nur Spieler des Klaviers, der Geige, des Cellos oder der Bratſche, ſondern auch Spieler der Flöte, der Oboe, der Trompete und auch des Schlagzeugs.

Direktion der Heſſiſchen Oberrealſchule am Friedrichsplatz

K. Henſing.

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