Jahrgang 
1928
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Reichsausſchuſſes für Leibesübungen, nachdem er im Vorjahre bereits das Jugendabzeichen für Jugendliche unter 18 Jahren errungen hatte.

Am wahlfreien Unterricht in Latein, der von Unter⸗Sekunde bis Ober⸗Prima erteilt wird, nahmen 50 Schüler teil, an dem Unterrichte der Unter⸗Sekunda im kaufmänniſchen Rechnen 34, an dem in der Einheitskurzſchrift der Unter⸗ und Ober⸗Certia und der Unter⸗Sekunda 179. Ferner beſtand wahlfreier Unterricht in phyſikaliſchen, chemiſchen und naturkundlichen Uebungen. An den phyſikaliſchen Uebungen beteiligten ſich 33 Schüler, an den chemiſchen 47 und an den naturkundlichen 17 Schüler; dieſe Schüler gehörten den Klaſſen Ila bis Ia an. Den wahlfreien Unterricht in Philoſophiſcher Papdeutit beſuchten 9 Primaner.

Verſchiedene Huwendungen ſind uns gemacht worden. Das Landesamt für das Bildungs⸗ weſen, die Hentralſtelle für Landesſtatiſtik und die Zentralſtelle zur Förderung der Volks⸗ bildung und Jugendpflege haben unſerer Bücherei Bücher, Flugſchriften und andere Veröffentlichungen zugeſandt. Mehrere Verleger haben ihre Verlagswerke gewidmet, und die Stadt Offenbach hat zu Gunſten unſerer Schülerbücherei 100 RM. geſtiftet. Außerdem hat die Stadt an 10 Eltern bedürftiger und würdiger Schüler Erziehungsbeihilfen gezahlt. Das ſtädt. Gaswerk bereicherte unſere chemiſchen Sammlungen durch eine Zuſammenſtellung der bei der Gaserzeugung gewonnenen Stoffe und überließ uns außerdem 2 Lehrmitteltafeln mit bildlichen Darſtellungen über Verbrennungsvorgänge des Leuchtgaſes⸗ Die J. G. Farbeninduſtrie ſtiftete uns eine prächtige Vergrößerung ihrer Photographie derAlpſpitze bei Partenkirchen, die nicht nur ein Zierrat des Schulſaales, ſondern auch ein gutes Lehrmittel darſtellt. Herr Eiſenbahnſekretär i. R. Arnold erfreute uns durch ein von ihm gemaltes Oelbild. Für alle dieſe Zuwendungen ſagen wir beſten Dank. Beſonderen Dank ſchulden wir hHerrn Profeſſor Lippmann zu Lichtenberg, der uns Nachdrucke von 10 ſeiner ſchönſten Bilder verehrte. Sie bilden einen hervor⸗ ragenden Schmuck in unſeren Klaſſenzimmern und werden ſicherlich in unſerer Jugend den Sinn für gute und echte Kunſt fördern.

Das Schuljahr ſollte nicht zu Ende gehen, ohne daß der Tod mit rauher hand in die Reihen unſerer Jugend eingriff. Am 12. März ſtarb der Oberſekundaner Wolfgang Mindner, ein braver und fleißiger Schüler, dem ſeine Lehrer und ſeine Mitſchüler ein gutes Andenken bewahren werden.

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