Jahrgang 
1926
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Auf dem Gebiete der geſundheitlichen Fürſorge für unſere Jugend wäre zuerſt zu erwähnen, daß auch in dieſem Schuljahre hHerr Stadtarzt Dr. Dimmenauer in beſtimmten Zeitabſtänden Unterſuchungen und Sprechſtunden in der Schule abhielt. hHerr Medizinalrat Dr. Königer klärte die Reifeprüflinge am 13. März 1026 über die geſundheitlichen und ſittlichen Gefahren auf, denen ſie nach dem Verlaſſen der Obhut des Elternhauſes und der Schule ausgeſetzt ſind. In dieſem Schuljahre haben wir 5 kürzere Spaziergänge unternommen, und zwar am 14. Mai, 3. Juli, 15. Auguſt, 31. Oktober 1925 und am 27. Februar 1926; am Machmittage des 17. Dezembers 1925 huldigten die Klaſſen unter Aufſicht der Klaſſenführer dem Eislaufe, und auch der Nachmittag des 19. Januars 1926 ward zum Eislaufe freigegeben. Unſeren Tagesausflug unternahmen wir am 18. Auguſt 1925. Taunus, Speſſart, Odenwald und der deutſche Rhein bildeten das Ziel, während die kleinen Sextaner ſich mit der näheren Umgebung begnügten. Während der Pfingſtferien fuhren 26 Schüler der Alaſſen IIIa bis Ia unter Führung von Profeſſor Dr. Gräf und Studienrat Seitz über München nach Aufſtein zur Tagung desVereins für das Deutſchtum im Auslande. Mit der Fahrt wurden Beſichtigungen (Kufſtein, Innsbruck, München) und Ausflüge(hechtſee, Hinterbärenbad, Wendelſtein) verbunden. Alle Teilnehmer kehrten hochbefriedigt von dieſem Ausfluge, der 9 Tage beanſprucht hatte, zurück. Profeſſor Dr. Gräf unternahm dann im herbſte mit 6 Schülern aus IIIa,, IIai, IIax, und Ib eine achttägige Wanderung nach Thüringen; Eiſenach, die Wartburg, Hohe Sonne, Ruhla, Friedrichsroda, Gothaer Talſperre, Schneekopf, Uickelhahn, Ilmenau, Schwarzburg, Blankenburg, Rudolſtadt, Jena, Weimar und Erfurt wurden beſucht. Hitzfrei war am 18. Mai, 10. Juni, 12. Juni und 10. Auguſt 1925. Den wahlfreien Spielnachmittagg leitete Studienrat Seitz. Die Teilnehmerzahl ſchwankte zwiſchen 12 und 20. Die örtlichen Wettkämpfe der Schule wurden am Verfaſſungstage, die Reichs⸗ jugendwettkämpfe im Laufe des Septembers ausgetragen. Bei den örtlichen Wettkämpfen errang unſere Schule im Mannſchaftsdreikampf den zweiten Preis. Außerdem wurden der Oberprimaner Fritz Stanek mit dem erſten Preis und der Obertertianer Alois herzing mit dem dritten Preis für Einzelleiſtungen im Dreikampf ausgezeichnet. Bei den Reichsjugendwettkämpfen wurden die Sieger durch Ehrenurkunden des Reichspräſidenten, Sr. Exz. des Herrn Generalfeldmarſchalls von hHindenburg, und des Reichsausſchuſſes für Leibesübungen ausgezeichnet. Die Ehrenurkunde des Herrn Reichspräſidenten konnte folgenden acht Schülern zuerkannt werden: Wolfhard Uoch(IIaz), Alois herzing(IIIaa), Joſef Meller(IIbi), Oskar Mandel(IIla!) Sebaſtian Sahm(IIIag), ugo Lorz(b), Uarl Opree(Ib), heinz Mindner(b); die Ehrenurkunde des Reichsausſchuſſes erhielten 54 Schüler. Wir ſtellen mit Befriedigung feſt, daß außerhalb dieſes Rahmens der Oberſekundaner Martin Bloch ſich auf Grund der vorgeſchriebenen Prüfungen das deutſche Turn⸗ und Sportabzeichen des deutſchen Reichsausſchuſſes für Leibesübungen in Bronze errang.

Am wahlfreien Unterricht im Latein, der von Unter⸗Sekunda bis Ober⸗Prima erteilt wird, nahmen 37 Schüler teil, an dem Unterricht der Unter⸗Sekunda im kaufmänniſchen Rechnen 40, und an dem in der Einheitskurzſchrift der Obertertia 39 Schüler.

Verſchiedene Suwendungen ſind uns gemacht worden. Das Landesamt für das Bildungsweſen und die Hentralſtelle für Landesſtatiſtik haben unſerer Bücherei verſchiedene Duellenwerke zugeſandt, mehrere Verleger haben ihre Verlagswerke gewidmet, und die Stadt Offenbach hat für unſere Schülerbücherei Bücher im Geſamtwerte von Mk. 100. geſtiftet. Außerdem hat die Stadt an 26 Eltern bedürftiger und würdiger Schüler Erziehungsbeihilfen gezahlt. hHerr Fabrikant Fritze zu Offenbach ſtellte uns 3 Bücher(Deutſchland, 1914/1924; ein Buch der Größe und der hoffnung), zur Verfügung, die an tüchtige Schüler als Preiſe gegeben werden ſollten. Wir verliehen Adieſer Bücher an die Oberprimaner Srich-Egegen-und Fritz Jung, außerdem von der Schule noch das Werk Karl BergersSchiller, ſein Leben und ſeine Werke als Auszeichnung erhielten, Auch frühere und jetzige Schüler haben unſere Sammlungen durch Spenden bereichert, ſo herr hans Weintraudt zu Offenbach durch eine Elektriſiermaſchine mit Hubehör, Herr Dr. Vierheller zu Buenos⸗Aires durch eine Schleiereule, einen Eisvogel ſchenkte der QGuartaner Ferdinand Müller, einen Mänuſe⸗ buſſard der Duintaner Walter Ruppert, und der Quartaner Walter Schleſinger einige indiſche Schmetterlinge und drei Bücher für die Schülerbücherei, für die auch der Duartaner Gerhard Riecke ein Buch ſtiftete. Die Chemiſche Fabrik Griesheim⸗Elektron bereicherte unſere chemiſchen Sammlungen durch eine Reihe von Farbſtoffchemikalien. Für alle dieſe Suwendungen ſagen wir beſten Dank.

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