Jahrgang 
1926
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IIa 1 1. Proben aus der althochdeutſchen Dichtung. 2. Das Waltharilied in der Ueberſetzung von Scheffel. 3. Das Nibe⸗ lungenlied im Auszug. 4. Gedichte Walthers von der Vogelweide. 5. Leſſing: Minna von Barnhelm. 6. Goethe: Hermann und Dorothea. 7. Schiller: Jungfrau von Orleans. 8. R. Wagner: Die Meiſterſinger von Nürnberg.

IIa2 1. Nibelungenlied(Urtext). 2. Walter von der Vogelweide. Auswahl. 3. Goethe, Hermann und Dorothea. 4. Leſſing: Minna von Barnhelm. 5. Schiller: Jungfrau von Orleans.

IIb1 1. Uhland: Ernſt, Herzog von Schwaben. 2. Leſeſtücke und Gedichte aus der Zeit der Freiheitskriege. 3. Homer: Odyſſee(Auszug). 4. Schiller: Wilhelm Tell.

IIb 2 1. Schiller: Lied von der Glocke, Wilhelm Tell, Jungfrau von Orleans. 2. Homer: Odyſſee. 3. Kleiſt: Michael Kohlhaas. 4. Gottfried Keller: Das Fähnlein der 7 Aufrechten.

2. Franzöſiſch.

la 1. Corneille: Le Cid. 2. Taine: L'ancien régime I. Ib 1. Racine: Iphigénie. 2. Duruy: Le siècle de Louis XIV.

IIa1 1. Sandeau: Mademoiselle de la Seiglière. 2. Choix de nouvelles modernes Bd. 1. IIa 2 3. Ségur: La grande armée en 1812(beendet).

IIb 1 IIb 2) Daudet: Lettres de mon moulin et contes du lundi.

3. Engliſch. la 1. Shakespeare: Julius Caesar. 2. Seely: Expansion of England.

Ib 1. Lord Byron: The Prisoner of Chillon. 2. Charles Dickens: A Christmas Carol. 3. Selections from the Works of Macaulay.

IIa 1 IIa 2 Parrott: Britain Overseas.

C. Wahlfreie Lehrfächer im Schuljahr 1925.

1. Latein.

Ilb Die fünf Deklinationen, esse, a-Konjugation. Schriftliche Uebungen.

IIa Die e- und i-Koniugation, Steigerung der Adiektiva, Bildung der Adverbien, Pronomina, Zahlwörter, konſon. Konjugation, Kaſuslehre, ſchriftliche Uebungen.

Ib unregelmäßige Verba der a-, e-, i Koniugation, desgleichen der konſonant. Konjugation, Deponentien, Verba anomala, defectiva und Perfecta mit Präſensbedeutung. Unregelmäßigkeiten in den einzelnen Deklinationen und in ihrem Genus. Schriftliche Uebungen.

Ia Wiederholung aus der Sprachlehre. Das Wichtigſte aus der Wortbildungs⸗ und Satzbaulehre. Schriftliche Uebungen. Ausgewählte Kapitel aus Caesar Comment. de Bello Gallico(Buch I, IV. V).

2. Kaufmänniſches Rechnen.

Es wurden in IIb 1 und 2 bürgerliche Rechnungsarten, Effekten⸗ und Wechſelrechnung, Kontokorrentrechnungen, Kal⸗ kulationen und Grundbegriffe der Buchführung durchgenommen.

3. Biologiſche Uebungen.

An den in dieſem Jahr zum erſten Mal durch Herrn St.⸗R. Beck veranſtalteten biologiſchen Uebungen beteiligten ſich während des ganzen Jahres: Krebs(IIb 1), Frauck, Grima, Hölzer, Müller(IIb 2). Es wurden mikroskopiſche Unter⸗ ſuchungen von Pflanze und Tier vorgenommen. Exkurſionen, die Beſichtigung des Senckenbergiſchen Muſeums und Zoologiſchen Gartens fanden ſtatt.

4. Handfertigkeitsunterricht.

Der Unterricht wurde wie in früheren Jahren an einem Nachmittage erteilt. Die Teilnahme ſeitens der Schüler war freiwillig und am ſtärkſten ſeitens der Schüler der Unter⸗ und Mittelklaſſen. Im Durchſchnitt waren 20 Schüler anweſend. Angefertigt wurden: Papierfalt⸗ und Klebearbeiteu, Baſt⸗ und Laubſägearbeiten, Malereien auf Holz, Glas und Pappe.

5. Kurzſchrift.

Der an Oſtern 1925 eingeführte wahlfreie Unterricht in Reichskurzſchrift wurde mit 2 Wochenſtunden nach Klaſſe IIIa gelegt. Nach dem neuen Lehrplan beginnt dieſer Unterricht ab Oſtern 1926 bereits in IIIb und wird mit je 1 Wochenſtunde durch 3 Klaſſen fortgeführt. Im kommenden Schuljahr wird demnach außer in IIIb auch in IIIa ein Anfängerkurſus ſtatt⸗ finden. Den älteren Schülern unſerer Anſtalt war auch im abgelaufenen Schuljahr in einem durch Herrn Reallehrer Fuhr geleiteten außerlehrplanmäßigen Kurſus Gelegenheit gegeben, die Reichskurzſchrift zu erlernen. An dieſem Lehrgang beteiligten ſich 15 Schüler der Klaſſen IIb bis lIa.