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Urlaub aus.— herbſt 1913 begannen ihr zweites dorbereitungsjahr die heerren Cehramtsreferendare Jakob Kraft, kritz Cincke und Franz Ott.— Ruch ſerr Cehramtsaſſeſſor Dr. dolf Ruppel trat wieder zu freiwilliger Betätigung ein, ſchied aber am 7. Februar 1914 aus, um eine dertretung an der Liebig⸗ Oberrealſchule zu Darmſtadt zu übernehmen.
Herr Oberlehrer Will wurde ſeinem Rntrage entſprechend vom 1. Oktober 1913 ab unter der derpflichtung der übernahme der Stellvertretungskoſten auf ein jahr beurlaubt; mit ſeiner bertretung war ferr Lehramtsaſſeſſor Dr. Martin Schmidt beauftragt.— dom 4. lärz bis zum 29. Hpril 1913 war hHerr Oberlehrer Dr. Rill zu einer militäriſchen übung einberufen; vom 5. bis 17. januar 1914 war letztgenannter und vom 26. januar bis 7. Februar war ferr Dr. Schmidt beurlaubt. Dom 4. bis 12. März 1914 nahm herr prof. Hamann an einem mathematiſch-naturwiſſenſchaftlichen Fortbildungskurſus teil. herr Dr. Rill wurde im Rpril 1913 von ferrn Lehramtsaſſeſſor Wilhelm Backhaus aus 6roß-Unmſtadt und im januar 1914 von ferrn Lehramtsaſſeſſor Dr. Ruppel vertreten. In allen übrigen Fällen hatte der Lehrkörper die Stellpertretung übernommen.
m S. Rpril 1913 verſchied hochbetagt föerr 6eh. Oberſchulrat i. p. Friedrich Wilhelm 6reim zu Darmſtadt. Mit ſeinem ſlamen iſt die Entwicklung des dffenbacher höheren Schulweſens eng verknüpft. Er war von januar bis Dezember 1858 Lehrer an der hieſigen höheren Mädchenſchule und vom januar 1859 bis Oktober 1860 Lehrer an der damaligen Realſchule dahier. Nlachdem er dann vom November 1860 bis Mitte Oktober 1863 erſter Lehrer und Dirigent der Realſchule in Hlsfeld geweſen war, kehrte er mitte dktober 1863 wieder nach Offenbach zurück, um die Direktion der Realſchule zu übernehmen, die er bis zu ſeiner im Ruguſt 1874 erfolgten Ernennung zum Oberſchulrat beibehielt. Während ſeiner elf⸗ jährigen erſprießlichen Tätigkeit wurde die von ihm geleitete Rnſtalt vollſtändig neuorganiſiert, ein neues, für die damaligen berhältniſſe muſtergiltiges Schulgebäude errichtet und der 6rund zum Rusbau der Schule zur erſten Dollanſtalt in Offenbach gelegt. Bei der Beiſezung legte ferr prof. ſamann, ſelbſt noch ein Schüler des Entſchlafenen, einen Kranz nieder im ſlamen des Cehrkörpers der Oberrealſchule am Stadthaus, in deren Räumen der heimgegangene gewirkt hat und wo ſein Bild ſchon ſeit jahren aufgehängt iſt.
Rm 29. HRuguſt 1913 wohnten die herren Staatsrat Süffert und 6eh. Oberſchulrat Nodnagel dem Unterrichte der Lehramtsreferendare bei.— Die diesjährige Reifeprüfung wurde durch die mündliche prüfung am 17. Februar 1914 beendet; bei ihr verſah der Direktor die Obliegenheiten eines Regierungs⸗ vertreters. nlle Schüler der dberprima unterzogen ſich der prüfung und wurden für beſtanden erklärt, darunter 7 unter gänzlicher Befreiung von der mündlichen prüfung.
Rm 16. juni 1913 machten die Klaſſen anläßlich des 25 jährigen Regierungsjubiläums des Kaiſers einen 6ang in den Wald und verſammelten ſich dann am ſogenannten polakkengarten, woſelbſt in dem im ſchönſten 6rüne prangenden Walde eine Schulfeier abgehalten wurde, bei der fjerr profeſſor Dr. Siebert über„Kaiſer Wilhelm II. als érzieher ſeines bolkes“ ſprach.— HRuch am Sedantage wurde ein Klaſſen⸗ gang ausgeführt, bei dem die einzelnen Klaſſenführer kurze nſprachen hielten.— m 17. Oktober 1913 fand eine öffentliche Schulfeier im Stadtgarten ſtatt, um der 100 jährigen Wiederkehr der Ceipziger bölker⸗ ſchlacht zu gedenken; die Rnſprache hielt ferr profeſſor ſamann.— n ôéroßherzogs 6eburtstag ſprach herr dberlehrer Dr. Rill über„Die Entwicklung der Keramik unter beſonderer Berückſichtigung der heſſiſchen verhältniſſe.“— Und endlich an Kaiſers 6eburtstag hielt der Oberprimaner philipp Ewald einen Feſt⸗ vortrag über„Die deutſchen éinheitsbeſtrebungen im 19. jahrhundert.“


