I. Der Unterricht.
a. Behandelter Lehrſtoff. Durch den Lehrplan für die Oberrealſchulen ſind die Lehraufgaben für die einzelnen Klaſſen feſtgeſetzt. Eine
„Amtliche Handausgabe der Prüfungsordnungen und Lehrpläne für die höheren Lehranſtalten des Großherzogtums Heſſen“ iſt in der Buchhandlung des Großherzoglichen Staatsverlags zu Darmſtadt erſchienen und zum Preiſe von 1.20 Mark
beziehbar.
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Wir beſchränken uns deshalb hier auf die Angaben, welche aus den allgemeinen Plänen nicht erſichtlich ſind
1. Deutſch. a. Leſeſtoff.
Leſſing, Hamburgiſche Dramaturgie(Auswahl).— Shakespeare, Hamlet.— Goethe, Fauſt Teil 1 und 2. Sophokles, Antigone.— Klopſtock, Oden(Auswahl).— Schiller, Braut von Meſſina, Gedankenlyrik(Auswahl).— Goethe, Iphigenie, Egmont und Gedankenlyrik(Auswahl).— Leſſing, Laokoon und Hamburgiſche Dramaturgie (Auswahl). Das Nibelungenlied(i. Auszuge).— Proben aus der Gudrun, den höfiſchen Epen, Walther von der Vogelweide.— Aus Michaelis„Meiſterwerke der griechiſchen Literatur in deutſcher Überſetzung“ Stücke aus Herodot, Plutarch, Plato, Demoſthenes.— Goethe, Hermann und Dorothea.— Schiller, Jungfrau von Orleans.— Leſſing, Minna von Barnhelm.— Homer, Odyſſee.— Schiller, Lied von der Glocke und Wilhelm Tell.— Uhland, Ernſt Herzog von Schwaben und Ludwig der Bayer.
b. Aufſätze.
Warum konnte ſich nach dem dreißigjährigen Kriege die Einheit und die Wiedergeburt Deutſchlands nur auf brandenburgiſch⸗preußiſchem Gebiete entwickelnd— Warum beſteht unſeres Kaiſers Wort zu Recht„Reichsgewalt iſt Seegewalt“d— Ein Chema nach freier Wahl.— Wer zum Volke ſprechen will, muß das Volk kennen.— Die Bedeutung nationaler Gedenktage im Leben eines Volkes.— Die Bedeutung der Stein⸗ Hardenberg'ſchen Reformen für die Entwicklung des Freiheitsgedankens im Jahre 1813.— Die Entwicklung des deutſchen Einheits⸗ gedankens von 1815— 1870.— Hamlet, das Glaubensbekenntnis Shakespeares(Prüfungsaufſatz).
Der dramatiſche Aufbau der Antigone.— Wer beſitzt, der lerne verlieren, wer im Glück iſt, lerne den Schmerz.— Der Seelenkampf der Iphigenie in den beiden letzten Akten des Goetheſchen Dramas und ihr Sieg.— Die Be⸗ deutung Klopſtocks für die deutſche Literatur.— Der Gedankengang in Schillers Dichtung„Das Eleuſiſche Feſt“.— Wie ſchildert Goethe in ſeinem Egmont das Volk der Niederländerd— Zur Wahl: 1). Die Hausmachtpolitik der deutſchen Kaiſer ſeit Rudolf von Habsburg. 2). Rom iſt nicht an einem Tag erbaut worden. 3). Die Oranien⸗ ſzene in Goethes Egmont, ihr Inhalt und ihre Bedeutung innerhalb des Dramas.— Warum hat der Künſtler den Laokoon nur ſeufzend, nicht ſchreiend dargeſtellt.
Das Leben der ritterlichen Geſellſchaft im Nibelungenlied.— Wurum ſehen wir in Siegfried einen echt deutſchen Heldend— Die Creue im Nibelungenlied.— Die Verfaſſungen von Sparta und Athen in ihrer Beziehung zur kulturellen Entwicklung dieſer beiden Staaten.— Der Anteil des Ritterſtandes an der Blüte der mittelhochdeutſchen Literatur.— Wodurch wird im 5. und 6. Geſang von„Hermann und Dorothea“ die Löſung der Verwicklung angebahntd— Hermann und Dorothea, ein Spiegel deutſcher Art und Sitte.— Warum nennt Schiller ſeine Jungfrau von Orleans eine romantiſche Tragödied
Die Friedenstätigkeit Friedrichs des Großen.— Altgriechiſche Gaſtfreundſchaft.— Welche Zuſtände herrſchten im Hauſe des Odyſſeus zur Zeit der Rückkehr des Heldend— Der Feierabend(nach Schillers Glocke).— Was erfahren wir von den Lebensſchickſalen des Herzogs Ernſt aus der Zeit vor Beginn des Uhlandſchen Dramasd— Der preußiſch⸗ heſſiſche Zollverein.— Wie erklärt ſich der ſchnelle Erfolg Stauffachers, als er ſich dazu entſchließt, die Schweizer zur Freiheit aufzurufen.— Die Parricidaſzene.— Eingabe an eine Behörde.


