— 10— V. Der Unterricht.
Durch den Lehrplan für die Oberrealschulen sind die Lehraufgaben für die einzelnen
Klassen festgesetzt. Eine„Amtliche Handausgabe der Prüfungsordnungen und Lehrpläne für die höheren Lehranstalten des Grossherzogtums Hessen“ ist in der Buchhandlung des Grossherzoglichen Staatsverlags zu Darmstadt erschienen und zum Preise von 1,20 Mark beziehbar. Wir beschränken uns deshalb hier auf die Angaben, welche aus den allgemeinen Plänen nicht ersichtlich sind.
Ib:
II a:
IIb:
Ib:
IIa:
IIb:
1. Deutsch.
a. Lesestoff:
Klopstock, Oden(Auswahl).— Lessing, Laokoon(Auswahl).— Sophokles, An- tigone.— Schiller, Gedankenlyrik und Braut von Messina.— Goethe, Gedanken- lyrik.
Das Nibelungenlied.— Aus Michaelis„Meisterwerke der griechischen Literatur in deutscher UÜbersetzung“ die Lesestücke aus Herodot, Plutarch und Demost-
henes.— Lessing: Minna von Barnhelm.— Schiller: Jungfrau von Orleans. Odyssee.— Uhland: Herzog Ernst.— Kleist: Prinz Friedrich von Homburg.— Schiller: Glocke und Wilhelm Tell.— Lesestücke aus Dadelsen.
b. Aufsätze.
Für den ersten Aufsatz wurde das Thema freigestellt.— Rom ist nicht in einem Tage erbaut worden.(Chrie).— Der Gedankengang in Klopfstocks Ode„Die Frühlingsfeier“.— Das Eleusische Fest.— lIsmene und Antigone.— Wie erklärt sich der Freiheitsdrang Schillers aus seinem Lebensgang?— Die Aussöhnung der feindlichen Brüder in der„Braut von Messina“.— Der Aufbau der Handlung in der„Braut von Messina“.
Welche Vorteile gewährt die geographische Lage Offenbach als Handelsstadt?— Siegfrieds Schuld und Sühne.— In welchem Lichte erscheint Gunther beim Empfange Siegfrieds?— Dieterich von Bern, ein Bild deutscher Treue.— Welche Lehren erteilt die erste olynthische Rede des Demosthenes gegen Philipp von
Macedonien unserem Vaterlande?— Welche soziale und vaterländische Lehren erteilt uns Goethe's„Hermann und Dorothea?— Die gleichen Momente im so-— zialen Ringen Altroms und der Neuzeit.— Nur Beharrung führt zum Ziel(eine Chrie.)—
Die Fahrt des Odysseus nach Scheria.— Wie greift in der Odyssee Athene in den Gang der Ereignisse ein.— Die erste Teilung Polens.— Die Exposition in Uhlands Herzog Ernst.— Ansprache Napoleons an seine Soldaten am 1. Vendé- miaire VII.(freie Übersetzung).— Welche Umstände rechtfertigen die Ver- schwörung im Rütli?— Ein Brief.— Warum kann in Kleist's Prinz Friedrich
von Homburg der Kurfürst den Prinzen doch noch begnadigen?— Welche Fort- schritte machte Hessen unter der Regierung Ludwigs I.


