Jahrgang 
1908
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Zu herzlichem Danke verpflichtet sind wir für eine grössere Anzahl von Ge- schenken. Von besonderem Interesse ist es, dass bei diesen die Zunahme der Beziehungen zu unseren Kolonien zum Ausdruck kommt. Herr J. B. Trax übergab uns Mineralien, die aus der Gegend von Nauchas in Deutsch-Südwestafrika stammen und beweisen, dass auch dort die für diese Kolonie so wichtigen Kupfererze vorkommen; Ernst Hornung, Schüler unserer Vorschule schenkte die bemerkenswerte Frucht einer südwestafrikanischen Eichenart, ferner aus demselben Gebiet einen See-Igel, sowie Schmetterlinge, die mit dem Wechsel der Regenzeit und der trockenen Zeit ihre Färbung ändern; und von dem liebenswürdigen Gönner unserer Schule in Kimberley, Herrn Hirschhorn, der uns vor zwei Jahren durch die Ueberreichung eines südafrikanischen Diamanten erfreut hatte, erhielten wir das wertvolle, mit Karten und Bildern ausgestattete Werk von L. Schultze, Aus Namaland und Kalahari. Manche unserer Schüler haben die freundliche Gewohnheit angenommen, in der Sommerfrische sich der Schule zu erinnern und lehrreiche Gegenstände für sie mitzubringen. So erhielten wir von Peter Jaeck(IIIb ³) in Sylt gesammelte Haifischeier, Entenmuscheln und Krabben, von Georg Beck(IIIb ¹) Seesterne aus Borkum, von Karl Maier(IIIb ¹) und Adolf Maier(IVi) einen Rochen, einen Seeteufel und einen Einsiedlerkrebs. Einige andere Geschenke sind geeignet, Belehrungen über wichtige Industriezweige zu unterstützen: von Adolf Giar(IIaui) erhielten wir ein Stück Krokodilhaut, von Karl Ott(IIIai) Alligatorleder; derselbe schenkte Tabak und Formen zur Zigarrenbereitung, Herr G. M. Mayer(Firma Mayer und Schmidt) ein schönes Stück Karborund. Ausserdem erhielten wir von dem Abiturienten Max Junker The lliad of Homer by Al. Pope, von Ludwig Feistmann(IVa) ein schön präpariertes Rotschwänzchennest, von Emil Stickler (IVa) ein Amselnest, von Hermann Best(Va) den Backenzahn eines Mammuts, ferner von Herrn Schmiedemeister Sauer einen in sehr lehrreicher Weise hergerichteten Pferdehuf mit Hufeisen und als letztes, wertvollstes Geschenk von einem un- genannt bleiben wollenden Freund unserer Schule 100 Mk. zur Anschaffung von Lehr- mitteln für den Unterricht in mathematischer Erdkunde.

Ebenso stellte die Stadt auch in diesem Jahre wieder für die Schülerbücherei 100 Mk. bereitwilligst zur Verfügung.