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Dritte Rlaſſe. Klaſſenlehrer: Bergmann.
Religion, 2 St. a. Die evangeliſchen Schülerinnen dieſer Klaſſe erhielten als Konfirmandinnen Religionsunterricht von den betreffenden Geiſtlichen.
b. Die römiſch⸗katholiſchen Schülerinnen gemeinſam mit V, IV, II, I.
c. Die israelitiſchen Schülerinnen gemeinſam mit V, IV, II, I.
Deutſch, 5 St. Bergmann: Leſeſtücke in Proſa und Poeſie aus dem V. Teile des einge⸗ führten Leſebuches geleſen und erklärt; mündliche Wiedergabe des Geleſenen. Das Wichtigſte aus der Metrik und Poetik. Die im Kanon vorgeſehenen Gedichte wurden beſprochen und gelernt. Orthographiſche Uebungen. Grammatik: Wiederholung und Erweiterung der Wort⸗ und Satzlehre. 13 Aufſätze: 1. Die Entdeckung des Seewegs nach Oſtindien durch die Portugieſen. 2. Warum flößt uns der Meiſter in Chamiſſos Gedicht „Die Sonne bringt es an den Tag“ kein Mitleid ein? 3. Die Burg Hohenzollern(Klaſſenarbeit). 4. Warum bildet die Inſel Cuba ein wertvolles Beſitztum? 5. Das häusliche Leben in Deutſchland nach dem dreißig⸗ jährigen Krieg(Klaſſenarbeit). 6. Die Fremdwörter in der deutſchen Sprache. 7. Die Lawine(ein Brief, Klaſſenarbeit). 8. Parzival(Klaſſenarbeit). 9. Der Kampf um die Gleichſtellung der Patrizier und Plebejer im alten Rom. 10. Welche Einrichtungen hat man getroffen, um das Los der Blinden und der Taub⸗ ſtummen zu erleichtern? 11. Tod und Schlaf(Ueberſetzung aus dem Franzöſiſchen, Klaſſenarbeit). 12. Die puniſchen Kriege(Klaſſenarbeit). 13. Ueber die Thätigkeit des Lette⸗Vereins(ein Brief).
Franzöſiſch, 4 St. Frl. Cellarius: Mündliches und ſchriftliches Ueberſetzen nach der Schul⸗ grammatik von Plötz⸗Kares, III. IV. V. Abſchnitt: Anwendung der Hilfsverben; reflexive und unperſön⸗ liche Verben; Formenlehre des Subſtantivs, Adjektivs, Adverbs und des Zahlworts; regelmäßige Wortſtellung und Inverſion; Lektüre nach Lüdekings Leſebuch; Memorieren von Gedichten; Diktate; Sprechübungen nach Hölzels Bildertafeln.
Engliſch, 4 St. Frl. Cellarius: Mündliches und ſchriftliches Ueberſetzen nach Plates Lehr⸗ gang, Lektion 32—53; Ausführlicheres über das Ding⸗ und Eigenſchaftswort, das Zahlwort; die unregel⸗ mäßigen Zeitwörter; Konjugation der reflexiven, unperſönlichen und paſſiven Zeitwörter; Leſen und Ueber⸗ ſetzen der größeren Stücke des Anhangs; Memorieren von Gedichten; Diktate; Sprechübungen nach Hölzels Bildertafeln.
Rechnen und Raunlehre, 2 St. Bender: Zuſammengeſetzte Zinsrechnung, Teilungs⸗ und Geſellſchaftsrechnung; Gewinn- und Verluſtrechnung; Raum lehre(Anſchauungskurſus): Körper, Fläche, Linie, Punkt, Winkel, Dreieck, Viereck, Vieleck, Kreis.
Geſchichte, 2 St. Bergmann: Die Geſchichte des Altertums bis auf Kaiſer Diokletian.
Geographie, 2 St. Bergmann: Amerika und Auſtralien; die Hauptlehren der allgemeinen Geographie.
Naturkunde, 2 St. Weckerling: 1 Stunde Naturgeſchichte: Im Sommer Botanik: Betrach⸗ tung einer Anzahl von Ordnungen und Familien der Phanerogamen. Im Winter: Zoologie: Die niederen Tiere(von den Inſekten ab). 1 Stunde Phyſik: Wirkungen der Schwere auf feſte, flüſſige und luftförmige Körper.
Geſang, gemeinſam mit IV, II und I.
Zeichnen, 2 St. Bode: Klaſſiſche Ornamente der italieniſchen Renaiſſance nach Vorlagen; naturaliſtiſche und ſtiliſierte Pflanzenſtudien in leichter und ſchwererer Ausführung nach Vorlagen(Ausführung mit Bleiſtift).
Handarbeit, 2 St. Frl. Schmalenbach: Zuſchneiden eines Frauenhemdes, Anfertigen desſelben.
Turnen, 2 St. Flath(gemeinſam mit lI und l: Fortſetzung und Erweiterung der Ordnungs⸗ übungen; Reigen; Gang- und Hüpfarten; Freiübungen mit Belaſtung; Uebungen an den Geräten; Turnſpiele.


