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weſentlich darauf ankommt, während dieſes einen Jahres mit der Buchhaltung ſich vertraut zu machen, wird der anfangs als zweijährig geplante Kurs in den kaufmänniſchen Fächern künftig in einen einjährigen Kurs verwandelt werden, in welchem eine wöchentliche Stunde auf kaufmänniſches Rechnen, die andere auf Buch⸗ haltung verwendet wird. Für den Stenographie⸗Unterricht des Anfangskurſes ſind in dem künftigen Stunden⸗ plan ſtatt einer zwei wöchentliche Lehrſtunden vorgeſehen.
Der Geſundheitszuſtand der Lehrer und Lehrerinnen, ſowie der Schülerinnen war— abgeſehen von leichteren Erkrankungen in den Wintermonaten— ziemlich günſtig.
Die monatlichen Schulſpaziergänge wurden regelmäßig ausgeführt, nur im Januar wurde ſtatt des Ausflugs zur Benutzung der Eisbahn ein Nachmittag freigegeben. Im Juni unternahmen die oberen Klaſſen unter Führung ihrer Klaſſenvorſtände größere Ausflüge, die einen ganzen Tag erforderten. Während des Sommers mußte der Unterricht an 11 Nachmittagen der Hitze wegen ausgeſetzt werden.
Am 25. November, 9 Uhr vormittags, wurde das Allerhöchſte Geburtsfeſt Ihrer Königlichen Hoheiten des Großherzogs und der Großherzogin durch gemeinſame Schulfeier aller Klaſſen in unſerer Turnhalle begangen. Die Feſtrede des Direktors gab ein Lebensbild der unvergeßlichen Mutter des jetzt regierenden Landesfürſten, der verewigten Großherzogin Alice.
Zur Vorfeier des Geburtstages Seiner Majeſtät des deutſchen Kaiſers fanden am 25. und 26. Januar 1898, abends 6 Uhr, in unſerer Turnhalle zwei muſikaliſch⸗deklamatoriſche Aufführungen ſeatt. Zu der erſteren waren die Mitglieder des Vorſtandes unſerer Schule und die Angehörigen unſerer Schülerinnen eingeladen. Die zweite Feier erſtreckte ſich auf den engeren Kreis der Schule. Es wurden mit dem Scioptikon 25 Bilder aus dem Leben des erſten deutſchen Kaiſers vorgeführt. Der begleitende poetiſche Text von Ed. Otto wurde von einzelnen Schülerinnen geſprochen. Die Anſprache hielt der Direktor. Beſonderen Dank ſchulden wir den Herrn Prediger Voigt und Gymnaſiallehrer Hamann, von denen Erſterer uns mit liebenswürdigſter Zuvorkommenheit ſein Scioptikon zur Verfügung ſtellte, der Letztere mit dankenswerter Be⸗ reitwilligkeit deſſen Handhabung übernahm. Beiden Herrn ſei auch an dieſer Stelle geziemender Dank aus⸗ geſprochen.
Von den ſeither im Leſezirkel des Lehrkörpers gehaltenen Zeitſchriften wurde die„Zeitſchrift für Schulgeſundheitspflege“ durch Lyons„Zeitſchrift für den deutſchen Unterricht“ erſetzt. Zum Erſatz für die erſtgenannte Zeitſchrift wurden einige Handbücher der Schulhygieine für die Lehrerbibliothek angeſchafft.
Für die Schülerinnenbibliothek, die unter der Verwaltung des Herrn Profeſſor Weckerling ſteht, gaben folgende Schülerinnen bei ihrem Austritt Beiträge:
Amalie Möller 5 Mk.; Helene Engelhardt, Elſe Flath, Anna Groſch, Emmi Hager, Hedwig Schmaltz und Eliſabeth Hirſch je 3 Mk.; Seſſi Aſſenheim, Lucie Contzen, Luiſe Dienſtbach, Jani Knipp, Luiſe Knipp, Lina Schneider, Frida Steuerwald, Eliſe Wagner, Auguſte Wahler und Frida Zehnder je 2 Mk.; Emilie Engelhard und Eliſabeth Franz je 1,50 Mk.; Marie von der Au, Sophie Grebe, Lina Hermann, Meta Ihrig, Dora Jung, Eliſe Link, Sophie Lohnes, Johanna Luft, Paula Müller, Hedwig Neuhaus, Anna Schwerzel, Lina Storck, Suſanna Winkel und Klara Wolf je 1 Mk.
Allen freundlichen Geberinnen ſprechen wir hiermit unſern herzlichſten Dank aus.


