Jahrgang 
1929
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Schulnachrichten. I. Der Unterricht. X. Behandelter Lehrſtoff:

Wie in den früheren Jahresberichten beſchränken wir uns auf die Angabe des deutſchen und fremdſprachlichen Leſeſtoffes ſowie der

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in den Klaſſen la bis IIb geſchriebenen deutſchen Aufſätze.

1. Deutſch.

a) Leſeſtoff. Goethe, Clavigo, Egmont, ausgewählte Lyrik, Iphigenie auf Tauris, Fauſt, erſter Teil. Schiller, Wallenſtein. Hebbel, Agnes Bernauer. Kleiſt, Prinz von Homburg. Hauslektüre: Storm, Schimmelreiter. Ibſen, Geſpenſter. Loens, Der Werwolf. Eichen dorff, Aus dem Leben eines Taugenichts. C. F. Meyer, Der Heilige. Raabe, Der Hunger⸗ paſtor. G. Hauptmann, Die Weber. Keller, Romeo und Julia auf dem Dorfe.

Kleiſt, Michael Kohlhaas. Leſſing, Minna von Barnhelm, Nathan der Weiſe. Goethe, Aus meinem Leben(15, 9 10), Götz von Berlichingen, Hermann und Dorothea. Schiller, Räuber (Hausl.), Verſchwörung des Fiesko(Hausl.), Kabale und Liebe. Shakeſpeare, Hamlet.

Nibelungenlied(Auswahl). Walther von der Vogelweide(Auswahl). Mittelhochdeutſche Lyrik. Hebbels und Wagners Nibelungendramen. Ausgewählte Gedichte von Hans Sachs.

Ausgewählte Stücke des Leſebuchs. Schiller: Lied von der Glocke, Wilhelm Tell. Th. Storm: Die Söhne des Senators. b) Aufſätze.

1) Zur Wahl: a) Gedankengang und Vergleich der Goetheſchen GedichteAdler und Taube undMa homets Geſang. b) Empfindungen und Gedanken über den letzten Ozeanflug.(Kl. A.) 2) Albas Aus⸗ ſpruchFreiheit! Ein ſchönes Wort, wer's recht verſtünde! als Schlüſſel zum Verſtändnis für den tiefen Gegenſatz zwiſchen Alba und Egmont.(Kl. A.) 3) Zur Wahl: a) Kann Iphigenie von ſich ſagen:Ein unnütz Leben iſt ein früher Tod? b) Die Bedeutung der Preſſe.(Kl. A.) 4) Gib acht auf die Gaſſen, blick auf zu den Sternen!(H. A.) 5) Was will Horaz mit ſeinen Satiren?(Kl. A.)

Für die Reifeprüfung wurden zur Wahl geſtellt: a) Was nehme ich von der Schule mit ins Leben? b) Stimmt das WortDenn nur vom Nutzen wird die Welt regiert mit den Tatſachen der Geſchichte und den Erfahrungen des Lebens ganz überein? c) Marx Piccolominis Seelenkampf. d) Welche Aufgaben erwachſen der heutigen Zeit, beſonders in einer Großſtadt, auf dem Gebiete der Volksgeſundheitspflege? 1) Des Michael KohlhaasRechtgefühl, das einer Goldwage glich.(Kl. A). 2)Die Namen ſind in Erz und Marmor nicht ſo wohl verwahrt als in des Dichters Lied oder: Was feſſelt mich am Leben der Großſtadt, was ſtößt mich ab?(Kl. A). 3) Riccaut, ein Gegenſtück zu Tellheim oder: Die Be⸗ deutung der Amſterdamer Olympiade für Deutſchland. 4) Welche Umſtände begünſtigten die Entwicklung des jungen Goethe? oder: In ſeinen Helden ehrt ein Volk ſich ſelbſt.(Kl. A.). 5) Das dichteriſche Mittel des Kontraſtes in SchillersKabale und Liebe oder: Die Familie Miller.(Kl. A.). 6) Was iſt von der StilregelSchreibe, wie du ſprichſt! zu halten? oder: Was vermag unſere Stadt zu dem WortSteine reden beizutragen?(H. A.).

1) Ein Ausflug zu den Ausgrabungen in der Reichsabtei Lorſch und den Baudenkmälern von Worms. (H. A.). 2) Das Abenteuer von Siegfrieds Tod, ein Meiſterſtück deutſcher Heldendichtung.(H. A.). 3) Rüdegers Seelenkampf.(Kl. A.). 4) Für Eckener. Auseinanderſetzung mit einem Zeitungsaufſatz.(Kl. A.). 5) Zur Wahl: a) Die tören sprechent: snid, sni, die armen liute: owé, owi! b) Bedeutungswandel in der deutſchen Sprache.(Kl. A.). 6) Die Geſtaltung der Nibelungenſage in WagnersRing des Nibelungen.(Kl. A.).

1) Meiſterſprüche und Lebensbilder in SchillersLied von der Glocke.(H. A.). 2) Vorteile und Nach⸗ teile des Sports.(Kl. A.). 3) Unſere Gedanken bei der Amerikafahrt desGraf Zeppelin.(Kl. A.). 4)Die Art im Haus erſpart den Zimmermann.(Tell, III.)(H. A.). 5) Der Anteil der Frauen am Be⸗ freiungswerk der Schweiz.(Kl. A.). 6) Thema nach eigener Wahl.(Kl. A.). 7) In einem norddeutſchen Patrizierhauſe des 18. Jahrhunderts(nach Storm:Die Söhne des Senators).