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Faſſung ſollen die neuen Pläne erſt nach Ablauf der Probezeit auf Grund der inzwiſchen gemachten Erfahrungen erhalten.
Ueber den äußeren Verlauf des Unterrichts iſt folgendes zu bemerken. Die Pfingſtferien dauerten vom 23. bis zum 30. Mai, die Sommerferien vom 3. Juli bis 1. Auguſt, die herbſtferien vom 26. September bis 10. Oktober, die Weihnachtsferien vom 23. Dezember bis 5. Januar. Schulfreie Cage waren außer dem 13. Mai(himmelfahrt) der 24. Juni wegen des Jugendfeiertags, der 11. Auguſt wegen der Verfaſſungsfeier, der 18. Augnſt wegen des Tagesausflugs, der 20. November wegen der Totengedenkfeier und der 26. Februar wegen der mündlichen Reifeprüfung. Der Unterricht fiel ferner wegen des katholiſchen Feiertags an Fronleichnam(3. Juni) aus, an dem die nichtkatholiſchen Schüler Spaziergänge unternahmen, ſowie aus Anlaß der Reformationsfeier am 30. Oktober. An Allerheiligen (1. November) konnte wegen des Fehlens der katholiſchen Lehrer und Schüler der Unterricht nur not⸗ dürftig durchgeführt werden. An 7 Tagen fielen 3 oder 4 Vormittagsſtunden zu Gunſten der vorge⸗ ſchriebenen Monatsſpaziergänge aus. Am 2., 6. und 20. September mußte der Nachmittagsunterricht, am 4. September die 5. Vormittagsſtunde wegen der hHitze ausgeſetzt werden. Wegen Filmvorführungen und ähnlichen Veranſtaltungen fielen am 27. April, 26. Auguſt, 24. Februar, und 28. Februar Unterrichts⸗ ſtunden aus, wegen der Peſtalozzi⸗Feier am 17. Februar die beiden letzten Stunden. Eine weitere Uürzung oder Störung des lehrplanmäßigen Unterrichts veranlaßte im September die Vorbereitung und Durchführung der Reichsjugendwettkämpfe und der örtlichen Jugendwettkämpfe. Dies alles zuſammenge⸗ nommen bedeutet eine ſo beträchtliche Minderung der lehrplanmäßigen Unterrichtszeit, daß der Wunſch berechtigt erſcheint, derartige Unterbrechungen des regelmäßigen Schulbetriebs möchten auf das Maß des unbedingt Notwendigen beſchränkt werden.
Die Beſchaffung der Schulbücher wurde auch im abgelauſenen Schuljahr durch die Oſtern 1923 eingerichtete Buchhilfe weſentlich erleichtert. Der Beſtand an Büchern wuchs von 2912 auf 3031 Exem⸗ plare an. Die weitaus meiſten Schüler(166) ſind Mitglieder der Buchhilfe und nehmen ſie regel⸗ mäßig in Anſpruch. Es wurden im ganzen 1805 Bücher ausgeliehen gegen 1650 im vorhergehenden Jahr; die Benutzung hat alſo wieder zugenommen. Von größeren Meuanſchaffungen wurde aus demſelben Grunde wie im Vorjahr abgeſehen.
4. Prüfungen und Beſichtigungen. Im herbſt 1926 wurde unter dem Vorſitz des Direk⸗ tors eine außerordentliche Reifeprüfung abgehalten, der ſich 2 Schüler der Oberprima mit Erfolg unter⸗ zogen. In die ordentliche Reifeprüfung, deren ſchriftlicher Teil vom 27. Januar bis 1. Februar ſtatt⸗ fand, traten ſämtliche 16 Oberprimaner ein. Die vor kurzem eingeführte neue Reifeprüfungsordnung brachte gegenüber der früheren Praxis mancherlei Aenderungen. Die ſchriftliche Prüfungsarbeit in den wahlfreien Fächern Hebräiſch und Engliſch, die im Vorjahre eingeführt worden war, kam wieder in Wegfall. Im Lateintſchen und Franzöſiſchen wurden abweichend von dem früheren Brauch Ueber⸗ ſetzungen ins Deutſche angefertigt. Zum erſtenmal waren die Prüfungsarbeiten auf Grund von Vor⸗ ſchlägen der prüfenden Lehrer von dem Landesamt für das Bildungsweſen ausgewählt worden. An der mündlichen Prüfung, die am 26. Februar unter Vorſitz des Herrn Miniſterialrat Glückert ſtattfand, nahmen alle Oberprimaner teil; alle konnten für beſtanden erklärt werden.— Am 21. Oktober 1926 beſtand Herr ſtud. theol. Kurt Steiger eine Zuſatzprüfung in der griechiſchen Sprache, am 28. Januar 1927 Herr ſtud. phil. Rudolf Handſchuch eine Zuſatzprüfung in der lateiniſchen Sprache.— Am 24. November fand eine Beſichtigung der Anſtalt durch Herrn Miniſterialrat Glückert ſtatt, der dabei Gelegenheit nahm, dem Unterricht der verſchiedenen Klaſſen und Fächer beizuwohnen.
5. Nichtverbindlicher Unterricht. Am Unterricht im Engliſchen nahmen von Anfang an 8 Schüler der la, 13 der Ib und 9 der Ila teil; im Winterhalbjahr waren es 7, bezw. 11 und 9.— Am hebräiſchen beteiligten ſich 2 Unterprimaner— Der Unterricht in philoſophiſcher Propädeutik zählte in la 15, in Ib 17, im Winterhalbjahr 19 Ceilnehmer.— Den wahlfreien Zeichenunterrricht der Ober⸗


