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Von den Eltern von 749 Schülern stimmten 647 unbedingt, 3 bedingt dafür, während nur 85 sich dagegen aussprachen. Die Eltern von 14 Schülern waren an der Abgabe eines Votums verhindert.
Mit Genehmigung unserer vorgesetzten Behörde wurde auf Anregung des Vereins vom Roten Kreuze zu Darmstadt ein Unterrichtskursus für freiwillige Krankenträger abgehalten, an dem sich 24 Primaner des Gymnasiums und der Oberrealschule und 5 Herren aus dem Lehrerkollegium beteiligten. Der Kursus wurde am 14. Dezember in Gegenwart des Vorstandes vom hiesigen Vereine des Roten Kreuzes, des Herrn Kommerzienrates Hermann Wecker, mit einer Ansprache des Unterzeichneten eröffnet und von Herrn Oberstabsarzt Dr. Dormagen in ganz vortrefflicher Weise geleitet. Es drängt uns, ihm hier nochmals öffentlich den wärmsten Dank für seine selbstlose und erfolgreiche Bemühung im Namen unserer Anstalten auszusprechen. Der Kursus wurde am 18. Februar geschlossen.
Herr Kessler erteilte auch in diesem Jahre wieder einer grösseren Anzahl von Schülern Unterricht in der Stenographie.
Am 30. Januar beehrten die Herren Ministerialrat Dr. Eisenhuth und Geh. Ober- schulrat Nodnagel unsere Anstalten mit ihrem Besuche und wohnten dem Unterrichte in verschiedenen Klassen bei.
Am 7. März unterzog Herr Domkapitular Dr. Selbst als Bevollmächtigter des Herrn Bischofs von Mainz den katholischen Religionsunterricht einer Prüfung.
3. Reifeprüfungen. An der am 15. August unter dem Vorsitze des Unterzeichneten vor- genommenen Reifeprüfung von Nichtschülern beteiligten sich 5 Prüflinge, von denen 4 die Prüfung bestanden.
Am 11. September unterzogen sich der Reifeprüfung am Gymnasium die 3 oben unter IIIb aufgeführten Abiturienten und am 14. September der Abgangsprüfung die 2 ebendaselbst angegebenen Realobersekundaner mit Erfolg. Bei beiden Prüfungen war der Unterzeichnete zum Regierungskommissär ernannt worden.
Am 25. Februar 1901 fand unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Oberschulrats Nodnagel die Reifeprüfung am Gymnasium statt, bei der die sämtlichen Oberprimaner(s. III b) das Reifezeugnis erhielten.
Die Abschlussprüfung am 14. März bestanden 7 Realuntersekundaner, die Abgangs- prüfung am 16. März 17 Realobersekundaner(s. IIIb). Bei beiden Prüfungen führte der Unterzeichnete den Vorsitz.
4. Schulfeiern. Eine behördlich angeordnete Feier zur Erinnerung an die Erfindung Gutenbergs fand am 23. Juni in den einzelnen Klassen statt.
Die Geburtsfeste I. K. Hoheiten des Grossherzogs und der Grossherzogin, sowie Sr. Majestät des Kaisers wurden in der üblichen Weise festlich begangen. Bei der ersten Feier behandelte der Unterprimaner Gustav Schmaltz die Anteilnahme der Hessen am russischen Feldzuge in einem Vortrage, die Schüler der Vorschule wies Herr Stahl auf die Bedeutung des Tages hin. Bei der Kaiserfeier hielt Herr Oberlehrer Dr. Heraeus die Festrede.
5. Gesundheitliches. Der Gesundheitszustand der Lehrer war in diesem Schuljahre günstiger als in dem vorigen: für längere Zeit war nur der Unterzeichnete an der Ausübung seines Dienstes durch Krankheit verhindert. Auch die Gesundheit der Schüler liess, von Er- krankung an Masern in den Vorschulklassen abgesehen, nichts zu wünschen übrig.
Am 9. August starb nach kurzem Krankenlager an einer Gehirnentzündung der Gym- nasialobersekundaner August Hensell in blühendem Alter.
Die Ausflüge der einzelnen Klassen wurden in gewohnter Weise, darunter ein Tages- ausflug am 18. Mai, monatlich ausgeführt. Zum Eislauf wurden ausser den Turnstunden 4 Nachmittage freigegeben.
Wegen allzu grosser Hitze musste der Unterricht am 21. August ausgesetzt werden.
Während des Sommerhalbjahres wurden am Dienstag und Freitag von 4— 5 ½ Uhr für die Schüler der VI-IIIb, von 5 ½— 7 Uhr für die Schüler der IIIa-I unter Aufsicht eines Lehrers auf einem von der Stadtverwaltung bereitwilligst überlassenen Platze Spielstunden abgehalten. Sämtlichen Herren Kollegen und denjenigen Schülern der oberen Klassen, die


