Jahrgang 
1894
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4. Chronik der Anſfall.

Mit dem Reifezeugnis verließen die Oberprima des Realgymnaſiums am Schluſſe des Schul jahres 1892/93:

1. Wilhelm Albert(Chemie). unterziehen ſich einer Nach

2. Heinrich Bickhardt(Poſt). 8. Leni Greih bach prüfung a. Gymn. in den 3. Karl Brück(Kaufmann). 7* 4 3 alten Sprachen.

4. Georg Forſter(Baufach). 8. Emil Möller(Maſchinenbaufach).

5. Friedrich Gieſe(Maſchinenbaufach). 9. Karl Räcke(Militär).

10. Jakob Renck(Maler). 11. Rudolf Reuling(Baufach). 12. Ernſt Weil(Ingenieurwiſſenſchaft).

Mit dem Zeugnis zum einjährigefreiwilligen Militärdienſt verließen die Realſchule zu Oſtern 1893:

1. Georg Anſelm aus Offenbach. 10. Otto Jöckel aus Offenbach.

2. Emil Baumert aus Fechenheim. 11. Georg Kohl aus Offenbach.

3. Ferdinand Dhein aus Offenbach. 12. Friedrich Landgrebe aus Oberrad. 4. Wilhelm Gerhardt aus Offenbach. 13. Friedrich Leißler aus Offenbach. 5. Julius Hartmann aus Offenbach. 14. Rudolf Reining aus Offenbach.

6. Jean Heiles aus Offenbach. 15. Ernſt Rönnecke aus Offenbach.

7. Philipp Heinrich aus Offenbach. 16. Heinrich Schmidt aus Bürgel.

8. Hugo Hirſchfeld aus Offenbach. 7. Walter Stroh aus Offenbach.

9. Hugo Hirſchhorn aus Offenbach. 18. Heinrich Winter aus Heuſenſtamm.

1. Die Schule. Das Schuljahr 1893/94 begann am 10. April 1893; damit wurde auch die la des Humaniſtiſchen Gymnaſiums eröffnet, und die 5 Jahre früher begonnene Umwandlung des Realgymnaſiums war vollendet. Den 12. Februar 1894 unterzogen ſich die erſten Gymnaſialabiturienten 18 an Zahl der mündlichen Reifeprüfung, 16 von ihnen haben beſtanden, 9 waren von der mündlichen Prüfung dispenſiert worden.

Am 3. Auguſt beehrten Herr Geh. Staatsrat v. Knorr und Herr Geh. Oberſchulrat Soldan die Anſtalt mit einer Beſichtigung und wohnten dem Unterrichte in einer Anzahl Klaſſen bei. Am 31. Juli viſitierte der Herr Biſchof von Mainz den römiſch⸗katholiſchen Religionsunterricht.

2. Im Lehrerkollegium iſt eine größere Veränderung im Berichtsjahre nicht eingetreten. Herr Aſſeſſor Sommerlad, welcher der Anſtalt während 1 ½ Jahre ſeine treue Arbeit gewidmet hatte, wurde im Herbſt 1893 nach Mainz verſetzt, da Herr Provence von ſeiner ſchweren Erkrankung wieder geneſen war und wirklich nur im Winteranfang noch einmal drei Wochen lang ſeinen Dienſt durch Kollegen mußte vertreten laſſen. Am 17. November wurden von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog die Herren Maul und Dreher zu Profeſſoren ernannt. Seit Herbſt arbeiteten die Acceſſiſten Herbeck und Matthes an unſerer Anſtalt, je in 4 Stunden wöchentlich. Erſterer wurde bald darauf zum Aſſeſſor ernannt, welcher Titel den Herren Dr. Heräus und Dr. Büchnerr bereits im Sommer 1893 bei⸗ gelegt worden war.

Ein neuer Pedell trat Oſtern 1893 ins Amt, der Dragonerſergeant Georg Dieterich aus Flomborn.

3. Der Geſundheitszuſtand der Lehrer war, mit Dank ſei es geſagt, im ganzen günſtig. Nur mußte Herr Prof. Dreher, an den Folgen ſeiner ſchweren Erkrankung leidend, der Schule noch bis Pfingſten fernbleiben. Von Herrn Provence iſt unter 2. berichtet. Sonſt hat nur Herr Tönges drei Wochen lang wegen Erkältung und Halsleiden ſeinen Unterricht länger nicht ver