Jahrgang 
1892
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4. Chronik der Anſtalk.

Mit dem Reifezeugnis verließen die Prima des Realgymnaſiums am Schluſſe des Schul⸗ jahres 1890/91:

1. Eduard Groſch aus Offenbach; 6. Wilhelm Stoll aus Niedererlenbach bei Hom⸗ 2. Heinrich Helbing aus Offenbach; burg v. d. H.;

3. Julius Heyne aus Offenbach; 7. Karl Storck aus Offenbach;

4. Robert Reinig aus Offenbach; 8. Fritz Stroh aus Offenbach;

5. Karl Riemann aus Offenbach; 9. Julius Stroh aus Offenbach.

Von Krankheit zurückgehalten, beſtand im Herbſt: 10. Otto Langrock aus Offenbach. Mit dem Zeugnis der Reife über die wiſſenſchaftliche Befähigung zum einjährig⸗freiwilligen Militärd ienſt gingen Oſtern 1891 ab aus der 1. Klaſſe der Realſchule:

1. Eugen Albert aus Offenbach; 11. Kaſpar Romberg aus Hagen i. W.;

2. Adam Barthel aus Offenbach; 12. Franz Sattler aus Offenbach;

3. Max Bloch aus Offenbach; 13. Hermann Silberſchmidt aus Gelnhauſen; 4. Otto Blümlein aus Offenbach; 14. Ernſt Wallerſtein aus Offenbach;

3 Adoh e ſcn anaeſtofſadn im Herbſt erhielten die Berechtigung: 7. Wilhelm Kautz aus Offenbach; 15. Albert Fuchs aus Offenbach;

8. Felix Koch aus Offenbach; 16. Karl Pütz aus Frankfurt a. M.

9 Anton Löffler aus Offenbach; 17. Hermann Tätzner aus Rumpenheim.

0. Edmund Löwenſtein aus Offenbach; 18. Karl Treuſch aus Offenbach.

1. Die Schule. Das Schuljahr 1891/92 wurde am 6. April eröffnet, und zugleich die Oberſekunda des künftigen Gymnaſiums. Dagegen wurde der Unterricht in den Klaſſen Ib. und Ia. nach dem Lehrplan des Realgymnaſiums forterteilt. Die Umwandelung des geſamten Realgymnaſiums in ein humaniſtiſches wird vorausſichtlich zu Oſtern 1894, durch Fortſchieben der oberſten Gymnaſial⸗ klaſſe IIa. nach oben, durchgeführt ſein.

Am 25. September beehrte der Gr. Oberſchulrat Herr Soldan die Anſtalt zum Zwecke der regelmäßigen Viſitation mit ſeiner Anweſenheit und wohnte dem Unterricht der meiſten Klaſſen bei. Auch am 7. Januar 1892 hielt er mit dem Kollegium eine Konferenz ab. Den Turnunterricht beſichtigte der Gr. Turninſpektor Marx am 8. und 12. Dezember 1891.

2. Das Lehrerkollegium erlitt eine wichtige Veränderung in ſeinem Beſtande durch die Berufung des Profeſſors Ludwig Langrock an das Gr. Realgymnaſium zu Darmſtadt.(9. Octbr. 1892). Vierzehn Jahr lang hat er mit großer Treue an der Anſtalt gewirkt, und der gute Geiſt der oberſten Klaſſen, die ihm mit ſeltener Liebe anhingen, iſt weſentlich ſeinem erziehlichen Wirken zuzuſchreiben. Sein Name, beliebt bei der Bevölkerung und im Kollegium, wird noch lange hinaus mit der Anſtalt verbunden bleiben. Für das Bedürfnis der gymnaſialen Klaſſen traten zwei jüngere Philologen bei uns ein:

1) Zu Oſtern 1891 Herr Dr. Wilhelm Heraeus.

Geboren am 4. Dezember 1862 zu Hamm i. W., Sohn des Kgl. Prorektors und Profeſſors, beſuchte das Gymna⸗ ſium ſeiner Vaterſtadt, ſtudierte 1881 1886 in Marburg und Berlin claſſiſche Philologie und Geſchichte, promovierte zu Berlin 1885(quaestiones criticae et palaeographicae de vetustissimis codicibus Livianis), legte 1887 ebenda ſein Staatsexamen ab, leiſtete von Oſtern 1888 bis Oſtern 1889 ſein Probejahr am Königl. Gymnaſium zu Hanau ab und war von da bis Oſtern 1891 als wiſſenſchaftlicher Hilfslehrer ebendaſelbſt thätig.

2) Zu Herbſt 1891 Herr Dr. Wilhelm Büchner.

Geboren am 25. Februar 1866 zu Raibreitenbach i. O., Sohn des Gr. Bürgermeiſters, beſuchte das Gymnaſium zu Darmſtadt und die Univerſitäten Leipzig, Gießen und Göttingen. Nach Ablegung des Staatsexamens am 6. Juli 1888 und Promotion(de neocoria, Giessae 1888) trat er in das pädagogiſche Seminar zu Worms ein und war dann 1% Jahre am Mainzer Gymnaſium verwendet.