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Il. abresgeschichte der Anstalt.
1. Schulanfang. Das Schuljahr begann Freitug, den 8. April 1910, früh 8 Uhr.. Der Vormittagsunterricht begann um 8 Uhr, der Nach-
„ mittagsunterricht um 2 Uhr 20 Min.
2. Prüfungen. Am 10., 11., 12. und 14. März 1910 wurde die schriftliche und vom 4. bis 7. April die mündliche Osterprüfung unter dem Vorsitze des Herrn Geh. Oberschulrates Block ab- gehalten. 38 Schüler wurden für bestanden erklärt und erhielten das Zeugnis über die wissenschaftliche Befähigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst. Ein Schüler hatte sich schon vorher den Berechtigungsschein vor der Königlichen Prüfungskommission in Frankfurt a. M. erworben.
Die mündliche Herbstprüfung fand am 8. Oktober 1910 statt, nachdem die schriftliche vom 12. bis 15. September vor- ausgegangen war. 5 Zöglinge erhielten das Zeugnis der Reife, nachdem einer bereits vorher vor der Königlichen Prüfungs- kommission in Frankfurt a. M. die Prüfung abgelegt hatte.
3. Inspektion der Schule. Vom 29. Juni bis 1. Juli 1910 wurde die Schule durch Herrn Geh. Oberschulrat Block und Herrn Direktor Dr. Stoeriko einer Revision unterzogen.
Am 7. Februar 1911 beehrte Herr Geh. Oberschulrat Block die Anstalt mit seinem Besuche und wohnte dem Unterricht in mehreren Klassen bei.
4. Zeugnisse. Hauptzeugnisse wurden vor Beginn der Herbst-, Weihnachts- und Osterferien ausgestellt; außerdem erhielren die Schüler Ende Juni, Mitte November und Mitte Februar noch Monatszeugnisse.
5. Organisation der Schule. Beim Beginn des Winterhalb- jahres 1910/11 wurde von den beiden Untertertien eine dritte Untertertia abgegliedert, die in Deutsch, Französisch, Englisch und Mathematik allein, in den übrigen Fächern teils mit U. III. 1
8 teils mit U. III. 2. kombiniert unterrichtet wurde.
Die Commissionäre, d. h. diejenigen Schüler, die über das schulpflichtige Alter hinaus sind und die nicht in der Anstalt, sondern vor einer Prüfungskommission die Berechtigung zum einjährigen Militärdienst erlangen wollen, waren in diesem Schuljahre der U. II. 2. angegliedert. Sie erhielten außer dem Klassenunterrichte besondere Stunden in Deutsch, Geschichte, Sr ineeſne und Physik.
Neubau. Im Schuljahre 1911/12 wird in dem neben der Geerlterceu erworbenen etwa 3600 qm großen Parke ein Neubau errichtet werden, der in pädagogischer und hygienischer Hinsicht allen Anforderungen der Neuzeit entsprechen wird.
7. Schulfeiern. An den vaterländischen Festtagen war schulfrei, nachdem zuvor in den einzelnen Klassen auf die Be-


