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9. Das Schulgeld betrug monatlich 12,50 RM, für Auswärtige mit einem Zu- schlag von 25%R, Befreit von der Zahlung waren im S. H. 7, im W. H. 8 Schüler. Lehrmittelfreiheit und Erziehungsbeihilfen wurden nicht beantragt. Die Hilfsbücherei wurde stark vermehrt und viel benutzt.
10. Berufsberatung fand wiederum gelegentlich in den Sprechstunden der Lehrer und des Direktors statt; Lehrstellenangebote wurden in mehreren Fällen den in Betracht kommenden Klassen vermittelt.
IV./ Der Elternbeirat
der laufenden Amtszeit 1924 bis 1926 erfuhr in seiner Zusammensetzung(vgl. Jahres- bericht 1924-25) keine Veränderung. Er beriet in mehreren Sitzungen und veran- staltete gemeinsam mit dem Kollegium 2 Elternversammlungen; in der einen am 25. Juni 1925 sprach der Direktor der Oberrealschule über„Zweck und Wesen einer Schulordnung“, in der anderen am 18. März 1926 der Vorsitzende des Elternbei- rates Prof. Dr. Küster über„Schulhygiene!“ Beide Vorträge veranlaßten eine rege Aussprache der freilich nicht sehr zahlreichen Zuhörer. Die 2. Versammlung war als Auftakt zu der bevorstehenden Reichsschulgesundheitswoche gedacht.
V. Verschiedenes.
Haus und Hof der Schule sind in befriedigendem Zustand. Freilich mußte in der Wiederherstellung äußerer Zeitschäden mehr als wünschenswert gespart werden, doch ließen sich alle unbedingt notwendigen Instandhaltungen durchführen. Die ge- plante Einrichtung eines besonderen Raumes für chemische Schülerübungen mußte auf das nächste Schuljahr verschoben werdon, in den Haushalt des Jahres 1926/27 sind die dafür erforderlichen Mittel eingestellt, sodaß mit der Durchführung dieses wichtigen Teiles der Lehrtätigkeit hoffentlich recht bald Ernst gemacht werden kann.
VI. Geschichte der Anstalt.
Die erste Feier des abgelaufenen Schuljahres am 12. Mai 1925 galt dem Amts- antritt des Reichspräsidenten von Hindenburg, in ihrem Mittel- punkt stand die Festrede des Studienrats Wicke. Am 20. Juni gedachte in einer mit geeigneten Gedichtvorträgen und Chorgesängen ausgestatteten Feier Studienrat Dr. Jilke der 1000-jähr. Zugehörigkeit der Rheinlande zum Deut- schen Reich, während bei der diesjährigen Verfassun gsfeier am 11. August Studienrat Weidenmüller die Bedeutung dieses Tages eingehend würdigte. Am 23. Dezember, dem Tage des Quartalsschlusses, fand eine kleine Weihnachtsfeier statt; bei dieser Gelegenheit übergab der Direktor den Preisträgern bei dem Schul- turnfest der Anstalt und bei den in Bad Homburg abgehaltenen Reichsjugendwett- kämpfen die ihnen zuerkannten Ehrenurkunden.
Am 17. Februar 1926 besuchte der Dezernent der Schule, Herr Ober- schulrat Dr. Grau den Unterricht aller Herrn des Kollegiums. In einer am N. desselben Tages anberaumten Konferenz sprach er über die Einrichtungen der Anstalt und den beobachteten Unterrichtsbetrieb seine volle Befriedigung aus.
Nach längeren Vorbesprechungen mit den Sprechern der Oberklassen und voraus- gegangener Beratung im Kollegium wurde am 19. November 1925 der„Musik-


