Jahrgang 
1929
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sie auf die Vorbedingungen für die technischen Berufe aufmerksam gemacht, auch auf einzelne Gelegenheiten zum Eintritt in bestimmte Beam- tenlaufbahnen.

Leider erschweren die ungünstigen Aussich- ien in vielen Berufen, akademischen und an- dern, die ständige Höherschraubung der Be- dingungen für den Eintritt in manche Laufbah-

nen und die völlige oder fast völlige Sperrung eines Teiles dieser Berufe es den jungen Men- schen noch immer überaus, einen ihrer Bega- bung und ihren Neigungen entsprechenden Beruf zu finden. Eine Folge ist, daß manche Schüler zu ihrem eigenen und zum Schaden der Schule zu lange in dieser zurückgehalten werden.

Elternbeirat, Verein ehemaliger Schüler des Gymnasiums, Spenden für die Anstalt.

Bestimmungsgemäß fand Sonnfag den 24. Juni 28 nach zwei vorbereilenden Elternver- sammlungen die Neuwahl des Elternbeiratfs statt. Auf grund des einzigen Wahlvorschlags, der eingereicht worden war, seßt sich der neue EFlfernbeirat folgendermaßen zusammen: Vor- sißender Herr Dr. med. Prümm, Oberlahn- stein, Schriffführer Herr Lehrer Rörig aus Nie- derlahnstein, weitere Mitglieder Frau Oberst- leuinant Vogel und die Herren Lehrer Keller, Prokurist Gieser und Oberpostsekrefär Schau- ren, alle aus Oberlahnstein. In zwei Situn- gen wurden zahlreiche Angelegenheiten der Schule in verfrauensvoller Aussprache zwischen EFlfernbeirat und Lehrern erörtert.

Auf eine Anregung im Elternbeirat wurde eine Umfrage an die FEltern unserer Schüler und Schiilerinnen gerichtet, ob sie die Wieder- einführung der Sommerferien der Rheinprovinz (6 Wochen, von Anfang August bis Mitte Sep- tember, keine Herbsiferien), die bis Ostern 1922 für unsere Anstalt galten, oder die Beibehal- ijung der jeßigen Sommer- und Herbsltferien vorzögen. 10 Oberlahnsteiner und 34 auswär- tige, zusammen 44 Eltern erklärfen sich für die rheinische Ferienordnung, 57 einheimische und 56 auswärtige, zusammen 113 Fltern für die nassauische.

Mit dem Verein der ehem. Schüler bestanden die bisherigen herzlichen Beziehungen weiter. Seine freundliche Gesinnung gegen die Schule bezeigte der Verein wieder durch eine wert- volle Bücherspende. Am Samstag und Sonn- tag nach Pfingsten hielt er wieder die regel- mäßige Kleine Mitgliederversammlung ab, die

eine stattliche Zahl ehemaliger Schüler zu Be- ratungen und froher GCeselligkeit vereinte. Das Nachrichtenblatt, das der Verein herausgibt, gibt Kunde von seinem Gedeihen, das er vor allem der selbstlosen und aufopfernden Tätig- keit des rührigen Vorsfandes verdankt. Die Zahl der Mitglieder ist auf etwa 600 angewach- sen.

An Geschenken erhielf die Schule: vom Herrn Unterrichtsminister die WerkeLand Nassau von Leo Sternberg undLehrbuch des Wein- baues und der Weinbehandlung von Muth; vom Prov.-Schulkollegium in Kassel 2 Stück des BilderbuchesDer Rhein von Theodor Wilde- man,Alf-Höchst von W. Frischholz und Kunst und Arbeit von Paul Brandt; vom Ar- beitsausschuß Deutscher VerbändeDeutsch- land und FEuropa 1800 bis 1914 von Friedrich Stieve, von der Staaflichen Hauptstelle für den naturwissenschaftlichen UnterrichtIns Reich der Lüfte von Poeschel. Der Verein der ehe- maligen Schiller schenkte uns für die Hilfs- bücherei 10 Stiiück von DierckesGroßem Schul- atlas, 5 Stück von HeinichensKleinem latei- nisch-deutschem Wörterbuch, neu herausgege- ben von Blase und Reeb, und 5 Stiück der Neu- bearbeitung von SteinsLehrbuch der Ge- schichte für Mittelklassen, im Gesamtwerfe von 180 Mk. Frau Loebbecke, Oberlahnstein, schenk- te Schlossers Weltgeschichte in 10 Bänden, Herr Buchdruckereibesiter Friß Nohr in Ober- lahnstein die im Erscheinen begriffene 7. Auf- lage von Mevers Lexikon in 12 Bänden, Stu- diendirektor Frantz 2 Jahrgänge der Zeitschrift des Deutschen Sprachvereins. Herr Bergwerks-