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Befreiung vom Unterricht.
Vom evangelischen Religionsunterricht wa- ren wegen Teilnahme am Konfirmandenunter- richt befreit 6 Schiller der Obertertia und Un- tertertia, vom Zeichnen 6 Fahrschüler, vom Ge- sang- und Musikunterricht 57 Fahrschüler, vomn
Turnen und Spiel auf grund eines ärztlichen Zeugnisses 6 Schüler, vom Nachmiffags-Turn- spiel wegen weiten Weges 40 Schüler.
Am Religionsuntferricht nahmen alle anderen Schiller und Schülerinnen feil.
Schülerselbstverwaltung, Schülervereine, Wanderungen und Spiele, Gesundheitszustand, Unfallversicherung, auswärtige Schüler.
Die Schülerselbstverwaltung bestand in der- selben Arf wie in den vorhergehenden jahren. Alle Klassen wählen Vertrauensschüler, die ihre Klasse verfreften und Wünsche und Anregungen vorbringen. Die Vertrauensschüler der beiden Primen und der drei Sekunden zusammen mit den Vertretern der Schiilervereine bilden den Schiilerausschuß. Sein Obmann war der Ober- primaner Löcherbach, zum Berater wählie den Ausschuß den Studienrat Nicolavy. Eine Schul- gemeinde frat nicht zusammen.
An der Anstalt besteht ein Schülerfurnverein, eine Ortsgruppe des Verbandes von Neu- deutfschland und eine Gruppe des Vereins für das Deutschtum im Auslande. Der von Stu- dienrat Nicolay beratene Schüllerturnverein hatte 18 Mitglieder aus den Ober- und Mit- telklassen und übte selbständig an jedem Sams- tagnachmittag in der ihm zur Verfügung ge-⸗ stelllen Turnhalle und auf dem Schulhofe.— Die 23 Mitglieder der von Studienrat Jung gelei- teten Neudeutschlandgruppe kamen alle 14 Tage zusammen, um sich im Sinne der neu- deutschen jugendbewegung zu unterhalten. Besonders gepflegt wurde das Lied, die älferen Mitglieder hielten freigewählte Vorfräge aus verschiedenen Gebieften, eine gemeinsame Weihnachtsfeier vertiefte das Gefühl der Zu- sammengehörigkeif. In den Pfingstferien mach- ten 5 Mitglieder ein 3-fägiges Zeltlager in Born- hofen mit, die übrigen fuhren für einen oder zwei Tage dorfhin zu dem Treffen, zu dem etwa tausend Neudeutsche aus der Westmark sich eingefunden haffen.— Die Orfsgruppe des Ver- eins für das Deutschtum im Auslande ist in ihrer Mitgliederzahl leider zurückgegangen und be-
dürfte einer neuen Anregung. Im abgelaufenen Schuljahre widmefte sich ihr Zeichenlehrer V. Forell.
In den ersten Tagen der Herbsiferien, vom 28. Sepfember bis 1. Oktober, machten 12 Schiiler der Oberklassen unfer Führung des Sfudienrats jJung eine Studienfahrt, die über Bonn in die Eifel und dann nach Trier führfe und die geologischen und kulturgeschichtlichen Kenntnisse der Teilnehmer erweifterte. Man übernachtete in den jJugendherbergen zu Bonn. Manderscheid und Trier. Das Provinzialschul- kollegium hatfte für die Fahrt eine Beihilfe von 150 M bewilligt.
Gemeinsame Klassenwanderungen wurden 6 unfernommen, als Ersaß für die des Monais August galt die am 29. August gehaltene Jahn- feier. In der zweiten Winterhälfte pflegten die Schüler eifrig, z. Teil auch während der Schul- stunden unfer Aufsicht der Lehrer, das Rodeln.
jede Klasse hat einen aufgabefreien Nach- miffag, der zur Betätigung in Spiel und Sport bestimmt ist; für die mitfleren und oberen Klas- sen war es der regelmäßige Spielnachmittag.
Wie in den früheren Jahren nahmen wir auch diesmal wieder, zusammen mitf 6 anderen Schu- len, an den Kampfspielen der höheren Schulen des Lahngebiets feil. Zu den Spielen, die am 20. September in Limburg statffanden und als Reichsjugendwetfkämpfe gelten, stellten wir 22 Kämpfer. Einen ersten Preis errangen ein Oberprimaner im Ballweitwurf mit 95 m, ein Obertertianer im Freiweitsprung mit 5,30 m und die Gruppe der Altersklasse 1914/15 im Drei- kampf(75 m-Lauf, Weitsprung und Ballweit- wurf) mit 528 Punkten.— Zweimal maß sich


