Jahrgang 
1928
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jahres aus. Am 1. Mai 1927 frat als Zeichen- lehrer Fritz v. Forell ein; er hatte bisher die gleiche Stellung in der Realschule in Mücheln, Prov. Sachsen, bekleidet.

Am 1. November 1927 mußte Studienrat An- fon Droege wegen eines schweren Augenleidens aus dem Dienste scheiden, nachdem er 24 3 Jahre an der Anstalt gewirkt hafte. Eine Ab- schiedsfeier unterblieb auf seinen Wunsch. Für seine treue und erfolgreiche Arbeit schuldet und weiß ihm die Schule herzlichen Dank. Für Stu- dienrat Droege war bereits am 1. Oktober Stu- dienassessor Dr. Georg Boos vom Gymnasium in Hadamar unserer Schule überwiesen worden. Er und Studienassessor Ofto Müller, der seit 1. Oktober 1926 bei uns jätig ist, wurden zum 1. November 1927 zu Studienräten ernannt.

Am Schlusse des Schuljahres irat Studienrat loseph Goerg, da er die gesebßliche Altersçrenze erreicht hatte, in den Ruhestand. Dem hoch- verdienfen Lehrer, der seit 1. April 1890 unserer Anstalt angehörtfe, sprach in einer Abschiedsfeier der Direklor den Dank und die guten Wünsche der Schule aus. Mit herzlichen Worten nahm Professor Goerg von den versammelten Schü- lern und Lehrern Abschied. Wir freuen uns, daß der Abschied noch hinausgeschoben wurde, in- sofern Goerg im neuen Schuljahre vertretungs- weise noch weiter bei uns unterrichtet.

Mit Goergs Ausscheiden waren an der Schule insgesamt 4 Studienratsstellen von 2 zeitweilig aufgehobenen abgeschen unbeseBt. In 2 der- selben wählte die Stadtverwaltung den Studien- rat Dr. Joseph Schoenenberg, der bisher am Sjaatlichen Realgymnasium in Oberhausen in

der Rheinprovinz angestellt gewesen war, und den Studienassessor Wilhelm Lenz vom Cäci- lienlvzeum in Bonn. Beide iraten zu Beginn des laufenden Schuljahres hier den Dienst an. Dr. Schoenenberg hat auch die Verwaltung des Mu- seums übernommen.

Gleichzeitig verließ uns Studienassessor Max Ruppel, um eine Studienratsstelle am Staat- lichen Gymnasium in Braunsberg in Ostpr. zu übernehmen. Während der 5 Jahre seines Vir- kens an unserer Schule hat er ihr treue Dienste, besonders als evangelischer Religionslehrer ge- leistet. Unsere besten Wünsche begleiten ihn.

Neu iiberwiesen wurde unserer Schule zu Ostern 1928 Studienassessor Joseph Henkel, der bisher an der Latfeinschule in Hünfeld fäfig war.

Die Verhinderungen einzelner Lehrer durch Krankheit oder Familienangelegenheiten waren nur von kirzerer Dauer, sodaß der regelmäßige Unterrichf wenig unterbrochen wurde.

Der Direktor nahm vom 23. bis 25. Mai 1927 an der amtlichen Direktorenversammlung in Kassel feil, bei der über Schulstrafen als Er- ziehungsmiftel und iiber die freien Arbeitsge- meinschaften der Obersfufe und die jahres- arbeiten verhandelt wurde. Siudienassessor Schönfeld wurde im September 1927 für eine Woche zu einem Lehrgange für Naiurwissen- schaften und Erdkunde nach Frankfurt einberu- fen. Studienrat Dr. Boos und die Studien- assessoren Felfen, Kleeberg und Dr. Holz befei- ligten sich am 10. März 1928 an einer Tagung der Deutschlehrer in Frankfurt, auf der über die Vahl der Aufgaben für die deutschen Aufsäße beraten wurde.