— 10—
Forftseßung: Beginn der Flächenaufteilung. Einfache de-
Mittelsiufe: Raumgestaltung(Schatten). Schrift, Modellieren, Perspektive. korative Darstellungen.
Oberstufe: Zeichnen nach der Natur. Be-
wegungsstudien(aus dem Sporf). Stilleben, De- koration.— Verfeinerung des Gefühls für Farbe.
Gesang und sonstige Musikpflege.
Unterstufe: Gehör-, Afem- und Stimm- bildungsübungen in Verbindung mit dynami- schen und Laufibungen. Noten- und Pausen- werfe, Takfarlen. Melodische und rhythmische
Motive. Die einfache Liedform. Ein- und zwei- stimmige Volkslieder. Leichte polyphone Ge- sänge.
Mittel- und Oberstufe: Die stimm- begabten Schiiler bilden einen gemischten Chor. Es werden hauptsächlich Volkslieder geübt. Die
Kompositionen.— Vorfräge iüber deutsche Künsfler. Kunstbetrachfung. im Stimmbruch befindlichen Schüler erhalten
besonderen Unterricht. Technische und theo- relische Uebungen. Volkslied, Kunstlied und Ballade. Die Sonatfe als erweiterfe Liedform. Wichtige Begebenheiten aus der Musikge- schichte.
Das von Studienassessor Ruppel geleitfefe Schülerorchester pflegte besonders klassische InstrumentalmusikkK. Es wirktfe, wie auch der Chor, regelmäßig bei den Schulfeiern mit.
Leibesübungen.
Im Schuljahre 1927/28 bestanden 7 Turnabtei- lungen. Es wurde meistens auf dem Schulhofe geturnt, nur bei schlechtem Wetter in der Turn- halle. Im Sommer wurden vorwiegend volksfüm- liche Uebungen gepflegt, im Winter das Geräte- lurnen bevorzugt. Das Spielen fand in der Re- gel auf dem städtischen Spiel- und Sportfplabe statt an den aufgabenfreien Nachmittagen. Be- sonders Handball, Schlagball, Schleuderball und Fußball wurden gespielt.
In der Zeit vom 23. Juni bis 15. Sepfember 1927 wurde in den Klassen von Quarfa an aufwärts
der Turnunterricht für die des Schwimmens noch unkundigen Schüler durch Schwimmunterricht erseßt. Studienrat Nicolay ertfeilte ihn. Es nah- men 44 Schüler daran feil, die 3 Gruppen bilde- jen. 35 von ihnen schwammen sich frei. Von den 215 Schiilern der Klassen IVV bis I waren (mit den bisherigen 1638) nunmehr insgesamt 203 Freischwimmer.
13 Schüler der Ober- und Mittelstufe erhiel- ten, nachdem sie die vorgeschriebenen Bedin- gungen erfüllt hatten, das Reichsjugendabzei- chen.
Kurzschrift.
Der im Schuljahre 1926/27 begonnene Lehr- gang in der Einheitskurzschrift wurde im Schul- jahre 1927/28 v. Siudienrat Jung in 2 Wochenstun- den weitfer- u. zu Ende geführt. 24 Schüler der
Die
Ostern 1927 wurde Studienassessor Joseph Rüdell, der seit Herbst 1925 unserem Lehrkörper angehört haffe, an das Gymnasium in Höchst versetht. Unserer Schule wurden die Studien- assessoren Christian Felten, Ludwig Kleeberg
und Kurt Schönfeld überwiesen. Felten kam vom Gymnasium in Hadamar, Kleeberg vom
Klassen O III, U II, O II und U l nahmen daran feil, die meisten mit durchaus befriedigendem Erfolg.
Lehrer.
Friedrichsgymnasium in Kassel, Schönfeld von der Mifttelschule in Freiburg a. d. Elbe. Da der Ansfalt noch immer eine Lehrkraft fehlte und die Behörde keine schicken konnte, halfen dankens- werterweise die am hiesigen Internate„Colle- gium Carolinum“ fätigen Lehrer Albert Fetner und Joseph Leven während des ganzen Schul-


