Gesang und sonstige Musikpflege.
Sexla: Aufbau der C-Leiter, Erfassen ein- facher rhyfthinischer Motive. Pausen und No- ienwerte. Takibezeichnungen. F- und G-Lei- ter. Einsſimmiger Liedgesang. Motiv und Nach- ahmung. Einführung in das Verständnis von Instrumentalmusik durch Vorspielen und Ue- bung im Auffassen von Insfrumentalformen, wie Märschen, Tänzen und liedmäßigen Säßen.
OQuinia: Die Tonarten bis drei Vorzeichen. Dur- und Molldreiklang. Zweistimmiger Lied- gesang, auch polvyphone Säße. Konsonanz und Dissonanz. Erfassen schwieriger rhythmischer Motive. Insfrumenfalmusik wie in Sexta. Sze- nen aus der Kinderwelt: Schumann.
OQuarla bis Prima: Die stimmbegabien Schüler dieser Klassen bilden einen gemischfen Chor. Vornehmlich wird das Volkslied gepflegl.
Daneben Chöre von Bach, Händel und Schuber! mit und ohne Klavierbegleitung. Homophone und polvyphone Sätze.
Die im Stimnbruch befindlichen Schüler er- halten besonderen Musikunferricht: Wieder- holung der Harmonielehre. Einstimmige Lieder mit und ohne Klavierbegleitung. Die Entwick- lung der Nolenlehre und die wichtigsten Bege- benheiten aus der Musikgeschichte.
Im November 1926 wurde ein Schülerorchester gegründel, das Studienassessor Rüdell leitete. Instrumenle: Klavier, Harmonium, Violine vier- stimmig und Cello. Hauptsächlich wurden Kom- positionen von Bach, Händel, Glucdk und Beet- hoven, eingerichfet für Schülerorchester, ge- spielt. Bei der Weihnachts-, der Pestalozzi- u. der Beeihovenfeier wirkte das Orchester be- reifs mit.
Leibesübungen.
Die Schiller turnten und spielten in 7 Abtei- lungen; die drei unteren Klassen bildeten je eine Abteilung. Von den vier wöchentlichen Stunden entfallen zwei auf Turnspiele. Ge- iurnt wurde auf dein Schulhofe und in der rurnhalle. Alle Geräte wurden benußt und zwar sSo, daß möglichst in jeder Stunde eine plan- mäaßige Durchbildung des ganzen Körpers er- folgte.
An Spielen wurden gepflegt: Schlagball, Fuß- ball, Faustball, Schleuderball und Drittenab- schlagen. Die Spiele fanden auf dem Schulhofe und auf dem slädtischen Spielplatze statt. Die Turn- und Spielsiunden der drei unteren Klas- sen lagen sämtlich auf den Vormitfagen, für die miftieren und oberen Klassen mußte das Spiel auf Nachmitffage gelegt werden, sodaß eiliche Fahrschüler nicht feilnehmen konnten.
Ueber die Beleiligung an auswärtigen Wett- spielen und den Schülerturnverein s. unten.
Der Schwimmunterricht wurde wieder von Studienral Nicolay und Zeichen- und Turnlehrer
Klein erfeilf. Die 638 Schiiler der Klassen Quinta bis Oberprima, die des Schwimmens noch nicht kundig waren, erhielten, in 4 Gruppen geteilt. je 2 Stunden Unterricht in der Woche. Die Nicht- schwimmer der Quinta, Quarta und Untertertia bildeten je eine Gruppe, die der anderen Klas- sen zusammen eine Gruppe. Der gesamte Schwimmunterricht wurde vormitftags z. größten Teil in der 6. Unterrichtsstunde gegeben. Gleich- zeitig mit dem Schwimmunterricht badefen und schwammen die Schüler, die des Schwimmens bereits kundig waren, in einem anderen Teile der Badeanslalt unter der Aufsicht anderer Lehrer.
Der Schwimmunterricht dauerte vom 24. Juni bis zum 18. Septfember.
Von den Teilnehmern schwammen sich 48 frei. Die Schule zählt nunmehr insgesamt 181 Frei- schwimmer.
Die Schülerinnen erhielten wöchentlich je 2 Stunden Unierricht in Turnen und Nadelarbeit von der slädtischen Turn- und Handfertigkeits- lehrerin Fräulein Scherer.


