Jahrgang 
1927
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Künstlerischer und technischer Unterricht.

Zeichnen.

Sexta: Freie, phantfasiemäßige Darstellung von Gegensfänden und Vorgängen aus dem Anschauungskreis des Schülers nach eigener Wahl oder nach Anregungen: Mäörchen, Sagen, Fabeln, Lesesfücke, Vorgänge aus dem Stra- Ben-, Spiel- und Sportfleben, Jahreszeiten, Schul- ausfliige, kirchliche und wellliche Feste, Ferien- erlebnisse u. a. Die Schüler stellen die Dinge flächenhaft in einfacher, kindlicher Weise dar. Das Material bilden Kohle, Blei- und Buntstift, Farbe. Bildschnitt in Buntpapier und Schrift- übung. Gebundenes Zeichnen. Kunstbetrach- lung.

OQuinia: Der Stoff ist im allgemeinen der- selbe wie in Sexia. Hinweis auf die Gesebße der Bildgestaltung: Raumaufteilung, Heraus- heben des Wesentlichen aus dem Bildinhalt. Schwarz-weiße und farbige Flächenaufteilung. Darstellung von flachen Gegenständen nach dem Oedächinis. Bildschnift und Schriffübung. Ce- bundenes Zeichnen. Kunstbetfrachtung.

OQuaria: Das Stoffgebiet der Quinta wird unter Berücksichtigung der Einzelbefrachtung erweifert. Stärkeres Hinleiten zur Beobachtung von Natur- und Kunstformen und ihre gedächt- nismäßige Wicdergabe. Darstellung von Vor- gängen aus Lesestücken und Gedichtfen, Spiel- und Sportbitder. Nach Möglichkeit Anlehnung an die andern Unterrichtsfächer. Zeichmen ein- ſacher, jarbiger Gegenstände nach der Natur- anschauung und aus dem Gedächtnis. Rhyth- mische Uebungen durch schwarz-weiße und far- bige Flächenauffeilung, Formenschneiden aus Papier und Pappe. Schriftübung. Gebunde- nes Zeichnen. Kunstbetfrachtung.

Unteriterlia: Das Zeichnen wird mehr zum bewußten Gesialten der äußeren Anschauung. Vertiefung in die Einzelheiten des Gegenstan- des. PDirekte und indirekte Wiedergabe der Natur tritt an die Stelle der flächenhaften Ge-

sfallung Emführung in das bewußte räuinliche Sehen.(Perspektfive). Fiafache Naturformen, Beobachtung und Angabe von Licht und Schat- ten. Gelegentliche Uebungen dekorativer Art. Schriffübung. Gebundenes Zeichnen. Vorberei- tung zum Linolschnift, Kunsibetraditung.

Obertertia: Die in Untertertia erworbe- nen perspektivischen Kenntnisse werden erwei- ſert. Einzelne Gefäße, Blumen, Innenräume, Ar- chifekturleile. Das Stilleben. Ausdrucksformen des menschlichen Körpers nach dem Modell in einfaclier Darsfellung. Sciriflitbung. Linol- schnitt. Gebundenes Zeichnen. Kunstbefrach- tung.

Untersekunda: Ausbau der farbigen usdrucksfähigkeit durch breiffläcliges Malen von Stilleben, Blumen und Raumteilen. Vor- stellungs- und Naiurzeichnen: Zweige Blumen, Früchfe. Skizzieren im Freien, Landschaft, Fort- sebung des Gebärdezeichnens. Schriftfübung, Li- nolschnitt, Gebundenes Zeichnen, Kunstbetfrach- tung.

Oberscekunda: Frweitertes Naturshidium mit Anleitung zum selbsfändigen Aufsuchen von geeigneten Motiven: Architekturfeile, Straßen- bilder, Landschaft. Tier und Mensch nach dem Leben. Verwendung der Naturstudien zur- sung von Bildaufgaben und freies Geslalien von selbsigewählten Aufgaben in Bieistift, Farbe und Tusche. Dekorative Entwäcfe. Schrift- übung. Gebundenes Zeichnen. Kunsbeirach- tung.

Prima: Erweitezung des Stoffes der Ober- sekunda. Perspektivische Uebungen. Skizzie- ren im Freien. Besondere Uebungen in künsl- lerischer Linienführung. Stilleben. Rhythmisches und dynamisches Gestalten. Entwürfe dekora- liver Arbeiten. Gebundenes Zeichnen. Dar- stellung einfacher Bauwerke. Schriffübung. Kunsibefrachfung.