deanstalt in der Lahn war für diese Stunden der Schule vorbehalten. Die meist den unteren Klassen angehörenden 00 Schüler, die noch nicht schwimmen konnten, wurden in drei Gruppen ge- feilt, von denen jede zwei Schwimmstunden in der Woche erhielt. Cleichzeitig mit dem Schwimmunterricht badeten und schwammen die Schüler, die des Schwimmens bereits kundig wa- ren, in einem anderen Teil der Badeanstalt un- ſer der Aufsicht anderer Lehrer.
Ein Zwang zur Teilnahme an dem Schul- schwimmen wurde nicht ausgeübt, jedoch schlossen sich nur ganz wenige Schüler aus. Von diesen wurden diejenigen, die nicht auf Grund eines ärzllichen Zeugnisses fernblieben, während der Schwimmstunden mit Aufgaben in der Schule beschäftigt.
Da die Stadt die Kosten nicht übernahm, muß- ten sie von den Schilern getragen werden, sie waren aber gering. Gemäß einer von der Schule mit dem Besitzer der Badeanstalt ge- troffenen Vereinbarung hatten die Schiiler für die Schulschwimmstunden 2 M und wenn sie auch zu anderen Zeiten die Badeanstalt be- nutten, insgesamt 3,50 M zu zahlen.
Die Erfolge des Schwimmunterrichts wurden beeinträchtigt durch das ausnahmsweise kühle
Veränderungen
Zu Ostern 1924 wurde der Studienassessor Christel Boetticher, der seit Juni 1923 an unserer Anstalt fätig gewesen war, dem Realgymnasium in Geisenheim überwiesen. An seine Stelle wurde der Siudienassessor Dr. Anton Zimmer- mann vom städtischen Reformrealgymnasium in Wiesbaden verseßt. Dieser nahm seinen Dienst an unserer Schule am 20. Mai auf.
Am 30. Sepfember fratf gemäß dem Alters- grenzengeseb der Studienrat Adolf Deinet, nach- dem er 31 Jahre verdienstvoll und segensreich an unserer Anstalt gewirkt hatfte, in den Ruhe-
und regnerische Sommerweifer, das schließlich zu einem vorzeitigen Abbruch der Uebungen nötigte. Außer der verhältnismäßig geringen Zahl der Uebungsstunden erschwerfe auch die große Menge der des Schwimmens noch un- kundigen Schüler die Ausbildung. Troß dieser ungünstigen Umstände konnte das Ergebnis be- friedigen: Etwa zwei Drittel der Neulinge lern- ten einigermaßen schwimmen. Den jüngeren Schiillern machte die Erlernung im allgemeinen weniger Mühe als den älteren.
Fälle von krankhaftem Angstgefühl kamen nicht vor. Vielmehr badeten und schwammen die Schüler durchweg mit Lust und Eifer.
Neben den zwei Schwimmstunden behielien die Schiiler der Prima und Obersekunda noch eine, alle anderen noch zwei wõöchentliche Turn- stunden, sodaß in den Sommermonaten für die meisten Schüler die den Leibesibungen gewid- meten Stunden auf 4 vermehrt waren.
Die Einfügung des Schulschwimmens in den Vormittagsunterricht ließ sich ohne größere Aenderung der Unterrichtsverfeilung und, des Stundenplanes ermöglichen. Die damit verbun- dene, nicht sehr erhebliche Mehrbelastung über- nahmen die Lehrer willig.
Die Einrichtung soll beibehalten werden.
im Lehrkörper.
stand. Als Ersatz für ihn wurde der Studien- assessor Heinrich Aulmann, ein ehemaliger Schiiler unserer Anstalt, der vorher an der Auf- bauschule in Frankenberg, R.-B. Kassel be- schäftigt gewesen war, unserer Anstalt überwie- sen.
Zu Neujahr 1925 ging der Studienassessor Dr. Zimmermann an die Sachsenhäuser Oberreal- schule in Frankfurf a. M. über und wurde an un- serer Schule durch den Siudienassessor Hein-
rich Temborius vom Gymnasium in Höchst a. M.
erseßt.


