Jahrgang 
1925
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Künstlerischer und technischer Unterricht.

Zeichnen.

OQuinia: Einfache Gebrauchsgegenstände aus dem Anschauungskreis der Schüler in flachen Formen. Ellipse, Eiform, Kreisform, geradlinig begrenzte Formen. Gedächtniszeichnen an der Wandtafel und Skizzieren; Modellieren und Kle- bearbeiten.

OQuarta: Pinselübungen, Uebungen im Tref- fen von Farben nach farbigen Gegenständen: Blätter, Federn, Schmetterlinge. Gedächtnis- zeichnen an der Wandtafel. Bewegungsskizzen. Klebearbeiten.

Untertertia: Zeichnen und Malen ein- facher Gebrauchsgegenstände mit Licht- und Schattenangabe. Perspektivische Uebungen. Gedächtniszeichnen und Skizzieren. Uebungen im Gebrauch des Zirkels. Modellieren.

Obertertia: Fortsetzung der Uebungen der Unterterfia. Freie perspektivische Uebun- gen: Teile des Zeichensaales und des Schul- gebäudes. Kunstschrift. Ornamentieren. Li- nearzeichnen. Klebearbeiten. Modellieren.

Sekunda und Prima: Zeichnen und Malen schwieriger Natur- und Kunsiformen: Geräte, Gefäße mit Licht- und Schatffenangabe,

Vögel, Schädel, Pflanzen u. a. Bewegungs- skizzen nach dem Modell. Kunstschrift. Lino- leumschnitt. Skizzieren im Freien. Kopfstu-

dien. Geometrisches Zeichnen: Darstellen ein- facher Körper in verschiedenen Ansichten mit Schnitten, Abwickelungen, Projektion, Schatften- konstruktion, Perspektive.

Gesang und sonstige Musikpflege.

Sexta: Einführung in die Notenlehre. In- tervalle, Takfarten, Nofenwerte. Einstimmige Lieder. Stimmbildungs-, Afem-, Taktieribun- gen.

OQuinta: Fortseßung der Notenlehre. Schwierigere Intervalle. Stimmbildungsübun-

gen. Einführung in die Zweistimmigkeit. Zwei- stimmige Lieder. Rhyfthmische und Taktierübun- gen.

OQuarta bis Prima: Aus den geeigneien Schülern dieser Klassen war der gemischfe Chor gebildet, mit dem einfache und schwierige Chöre eingeübt wurden. Daneben besondere Uebun- gen in der Vokalbildung, Aimung und Aus- sprache.

Wegen des Mangels an geeigneien Schülern konntfe in diesem Schuljahr kein Orchester für Instrumenfalmusik zusammengestellt werden.

Turnen.

Die Schüler fturnten in sechs Abteilungen; die drei unferen Klassen bildeten je eine Abtei- lung. Die Abtfeilungen waren in Riegen geglie- dert. In den unteren und miitfleren Klassen wurde von den drei wöchentlichen Turnsftunden durchschnifflich eine zum Spiel verwendet. Beim

Hallenturnen wurden alle vorhandenen Geräte, Reck, Barren, Pferd, Bock, Kasten, Leitern, Klefferstangen und Kletftertaue benußt. Außer den Geräteübungen wurden leichtathletische, Ordnungs- und Freiübungen gepflegt.

Schwimmen.

Auf Grund des Ministerialerlasses vom 5. April 1923 UVI 6838 wurde im Sommer 1924 mit Zustimmung der Elternversammlung und der Stadtverwaltung und mit Genehmigung des Provinzialschulkollegiums Schwimmunter-

richt eingerichtet. Er wurde von zwei sach- kundigen Lehrern der Anstalt vormitffags in der 5. und 6. Unterrichtstunde(11 1234 Uhr) gege- ben, sodaß auch die zahlreichen Fahrschiiler daran teilnehmen konnten. Die Wellersche Ba-